Herkunftskennzeichnung

Elisabeth Köstinger Twitter am 17.01.2019:
Um unsere Konsumenten & Landwirte zu stärken, braucht es eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung! Gemeinsam mit dem #BMGF, der #LKÖ & Vertretern unserer Bäuerinnen und Bauern sowie der Wirtschaft erarbeiten wir noch 2019 ein machbares & transparentes System. #IGW2019
 
Elisabeth Köstinger auf Twitter am 20.07.2020:
3. Farm to Fork – „Vom Hof auf den Tisch“ muss endlich dem Namen Rechnung tragen: Kurze Transportwege sind das Ziel. Vor allem braucht es eine Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Produkte in Europa. (3/3)
 

lkonline Landwirtschaftskammer Steiermark 01.02.2019:
Die von der Regierung geplante verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel im Handel und in der Gemeinschaftsverpflegung könnte bereits im nächsten Jahr oder 2021 kommen. Das kündigte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger bei der Wintertagung 2019  in Wien an.  …
Herkunftsgekennzeichnet soll die Hauptzutat eines veredelten Produktes werden, wenn diese mehr als die Hälfte des gesamten Inhalts ausmacht. Diesbezüglich soll es bald Gespräche mit der Lebensmittelindustrie, mit den Sozialpartnern und den Wirtschaftsvertretern geben. Widerstand gibt es von der Nahrungsmittelindustrie, die eine Benachteiligung gegenüber ausländischen Produzenten, einen Mehraufwand und mehr Kontrollen befürchtet. Ebenso soll es zu einer verpflichtenden Auslobung für vegane und vegetarische Produkte kommen, die Herkunftskennzeichnung für bäuerliche Direktvermarkter, Gastronomie und Manufakturen soll hingegen freiwillig sein.

Thomas Waitz auf Twitter am 25.01.2021:
Gegen diese unnötigen #Tiertransporte braucht es bessere Rahmenbedingungen: – Verbot von Langstreckentransporten nicht von Muttermilch entwöhnter Kälber – #Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Eier und Milch in der Gastronomie – #Exportverbot von Lebendtieren in Drittstaaten
Gesundheitsminister Rudi Anschober auf Twitter am 27.01.2021:
Mit der in meinem Ministerium ausgearbeiteten Verordnung soll künftig die Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung für Speisen, die Rindfleisch oder Eier enthalten, verbindlich vorgeschrieben werden.

 

Der Standard
Herkunftskennzeichnung: Die wahre Henne-Ei-Frage

Der neue Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln würde heimische Landwirte stärken und die Klimabilanz aufbessern
Kommentar Nora Laufer am 1. April 2021, 17:51

Nicht wer zuerst kam, sondern woher, ist die eigentliche Henne-Ei-Frage. Beim Ei ist das zumindest im Supermarkt relativ einfach: Ob Bio, Freiland- oder Bodenhaltung, und auch das Herkunftsland sind selbst für mäßig geschulte Augen leicht herauszufinden. Schwieriger wird es bei der Henne: Beim marinierten Hendlfilet mit vielen Produktionsschritten wird die Nachverfolgung zur Detektivaufgabe. Gänzlich unmöglich wird es zumeist im Gasthaus. Ist es dem Wirt kein Herzensanliegen, den Ursprung seiner Lebensmittel zu offenbaren, tappen Gäste im Dunkeln. Gleiches gilt für viele Bäcker, Fleischer und für verarbeitete Lebensmittel.

Beim Versuch die Herkunft von Speisen im Gasthaus herauszufinden, tappen Gäste oft im Dunkeln.
Foto: Getty Images/iStockphoto

ÖVP und Grüne haben die Verantwortung hier lange genug hin- und hergeschoben. Nun liegt ein Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung auf dem Tisch, die Umsetzung ist längst überfällig. Unterm Strich haben beide etwas davon: Die zusätzliche Angabe würde heimische Landwirte stärken und die Klimabilanz aufbessern, weil weniger energieintensive Produkte aus Übersee nachgefragt würden. Erfährt der Konsument, dass das Rind auf seinem Teller aus der Ukraine stammt und mit brasilianischem Gen-Soja gefüttert wurde, greift so mancher wahrscheinlich doch zum Würstel des steirischen Bauern.

Das Argument des Handels und der Gastronomie, dass Fleisch zum Luxusgut werde, hinkt. Durch die Angabe verschwinden Billighendlhaxen nicht aus dem Regal. Konsumenten erhalten aber eine wichtige Entscheidungsgrundlage. (Nora Laufer, 1.4.2021)

 

Die Presse Online am 25.04.2021:
Wie viel Österreich in “Made in Austria” steckt
Heimische Gütesiegel, die „Österreichische Qualität“ versprechen, sind oft irreführend. Warum steirisches Kernöl aus China kommt und heimische Fischfillets aus Italien.
Dass die FFP2-Masken von Hygiene Austria ursprünglich in China produziert werden, sorgte in den vergangenen Tagen für Irritationen. Die vermeintlich österreichischen Masken sind aber längst nicht die einzigen Produkte, wo Österreich drauf steht, in Wahrheit aber kaum Österreich drinnen steckt. Tatsächlich lässt sich der Ursprung eines Produktes in einer globalisierten Welt mit arbeitsteiligen Fertigungsprozessen in den meisten Fällen eben nicht auf ein bestimmtes Herkunftsland reduzieren. Aber freilich, „Made in Austria“ verkauft sich besser als „Made in China“.

Die rotweißrote Herkunfts-Kennzeichnung schmückt hierzulande mehr Produkte, als es in anderen Ländern üblich wäre. Der Verweis auf den österreichischen Ursprung eines Produktes geschieht häufig durch die Angabe „Made in Austria“ oder das „Austria Zeichen“, das von der Wirtschaftskammer vergeben wird. Dies bedeutet allerdings nicht, dass das Produkt tatsächlich zur Gänze in Österreich gefertigt wurde oder seine Rohstoffe zu 100 Prozent aus Österreich kommen. …

siehe auch:

https://www.derstandard.at/story/2000123605033/warum-strengere-herkunftskennzeichnung-fuer-fleisch-zu-scheitern-droht?ref=rss

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