Jäger doch nicht von Wolf angefallen

KAMPF IM WALD
Ein Jäger ist sich sicher, ein Wolf habe ihn mehrfach gebissen. Gebissen wurde er tatsächlich, aber von einem ganz anderen Tier.
Klosterneuburg ·

Die österreichische Polizei dementiert die angebliche Wolfsattacke, von der Philipp K. aus Höflein in Niederösterreich den Medien berichtet hatte. Der Jäger war im dunklen Wald bei Klosterneuburg von einem Tier angefallen und mehrfach gebissen worden. Er war überzeugt, das könne nur ein Wolf gewesen sein. Das kann nicht stimmen, teilte die Polizei aus Klosterneuburg am Mittwoch auf Nordkurier-Nachfrage mit.

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Im Wienerwald gebe es keine Wölfe. „Das ist der Speckgürtel von Wien, da fahren jeden Tag Zigtausende Autos, alles voller Menschen, hier leben keine Wölfe”, hieß es von der Polizei. Anhand der Verletzungen des 33-Jährigen, seinen eigenen Erzählungen und den Aussagen anderer Jäger rekonstruierte die Polizei folgenden Hergang: Der Jäger schoss ein Wildschwein an. „Das war aber noch ziemlich lebendig. Ohne Waffe ging der Jäger zum Wildschwein, das hat ihn gebissen.”

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Philipp K. selbst hatte angegeben, das Wildschwein sei tot gewesen. Ein Wolf oder ein Wolfs-Misching habe ihn angegriffen. Durch Schläge und Schreie habe er das Tier verscheucht. Nach dem Vorfall wurden seine Wunden an Beinen und Arm im Krankenhaus behandelt, gesäubert und genäht. Eine ging bis auf den Knochen.

DNA Spuren von Kleidung oder Wunden wurden nicht genommen. „Das ist teuer und bringt nichts. Das ist bei uns nicht üblich. Verletzungen sind Verletzungen und werden versorgt”, so die Polizei.

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