Gerechte Arbeits- und soziale Verhältnisse

Wir fordern Bewegungsfreiheit für alle Menschen, die Regulierung von allen undokumentierten ArbeiterInnen, bessere Arbeitsbedingungen und soziale Sicherheit für alle, sowie Zugang zu genügend, gesunden und kulturell angepassten Nahrungsmitteln. Dies erfordert Arbeits- und Migrationspolitiken, die mit Ernährungssouveränität im Einklang stehen, die soziale Sicherheit ebenso schaffen wie würdige Einkommen für Bauern und Bäuerinnen und die die bäuerliche Landwirtschaft stärken.

Besonderes Augenmerk muss dabei auf die Rechte von Frauen, der Jugend und von ArbeiterInnen gelegt werden. Dies könnte durch die Umsetzung eines europäischen Mindestlohns und gesetzlicher Schutzbestimmungen sowie durch Regulierungen erreicht werden, die alternative (nicht-traditionelle, kollektive) Formen der Landwirtschaft ermöglichen.

Beachten Sie die katastrophalen, sklavenähnliche Zustände in einigen Südländern!

Bedenken Sie die "billige" Entlohnung von Fremdarbeitskräften und Tagelöhnern in der österreichischen Landwirtschaft.

Monatsgehälter von Euro 1.000,00, Stundengehälter von netto Euro 3,00 bis ? 7,00 sind die Regel! Als Unterkunft werden teilweise 16 m² für vier Personen angeboten und dabei noch pro Person und Monat Euro 120,00 als Miete abgeknöpft.

Ein Vorwurf wird von den Arbeitgebern mit dem Argument zurückgewiesen: "In ihren Heimatländern erhalten die Landarbeiter bescheidene ? 250,00, sie sollen bei uns zufrieden sein."

Schauen Sie nicht weg beim ungeheuren Missbrauch fruchtbarer Böden für die Fütterung europäischer Haustiere um den übertriebenen Fleischkonsum zu stillen. Dies steht im Nahrungskonkurrenz für die lokale Bevölkerung.

Landgrabbing und der industrielle Fischfang vor den Meeresküsten der Südländer verschärfen die Lage.

Ein menschenverachtender Skandal ist die geduldete Kinderarbeit, der Handel eines Weltkonzerns mit Trinkwasser in Regionen mit knappen oder verseuchtem Wasser!

Die Welt schaut dabei zu!!

Empört Euch und engagiert Euch! nach Stephane Hessel Vernetzt Euch! nach Lina Ben Mhenni (Tunesische erfolgreiche Freiheitsaktivistin)

Gebt Eure Meinung Online, bei den Nyeleni-Regionaltreffen oder dem Forum in Goldegg ab.

Aktuell am 16.07.2014: Arbeitsprojekt Erntehelfer

In der Tiroler Straßenzeitung "20er" gibt es auf Seite 4 einen Kurzbericht mit dem Titel "Gewerkschaftshilfe für Erntehelfer":

"Über dreihundert Erntehelfer haben Tiroler Bauern auch heuer wieder bewilligt bekommen. Gewerkschaft und Landarbeiterkammer wollen ihnen zu ihrem Recht verhelfen.

"Es geht munter weiter wie bisher", sagt Berndhard Höfler, Sekretär der Poduktionsgewerkschaft (PRO-GE) in Tirol. An der Situation der von Tiroler Bauern beschäftigten Erntehelfern habe sich seit dem medienwirksamen Protest einiger Betroffener im vergangenen Herbst nichts geändert. Die Arbeitsbedingungen seien nach wie vor vielfach "unwürdig". Im Rest Österreichs ist die Lage ähnlich. Eine bundesweite Kampagne soll daher nun Erntehelfer über ihre Rechte informieren. Eine Telefonhotline soll außerdem eingerichtet werden." ...

Dazu wird vom Inhaber der Homepage angemerkt, dass schon der offizielle Kollektiv-Nettostundenlohn von ca. Euro 4,00 für Tiroler und Österreichische Verhältnisse beschämend ist und einer dringenden Änderung bedarf.

Bei den Mitgliedern der Ernährungssouveränität Tirol ist eine sehr engagierte Frau dabei, die mithilft, diese Missstände zu verbessern.

Bitte Eure Erfahrungen und Informationen von Lohn- und Arbeitsverhältnisse von Landarbeitern oder Beschäftigte im Lebensmittelbereich, auch anonym, an meine Emailadresse schicken, ich werde versuchen, auch meinen Teil zur Verbesserung beizutragen.


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