Berücksichtigung globaler Zusammenhänge, natürlicher Ressourcen und Gemeingüter

Ernährungssouveränität in Europa muss den Menschen die Möglichkeit geben, darüber zu entscheiden, wie und durch wen landwirtschaftliche Ressourcen ? angefangen von Land und Wasser, über Saatgut und Tierbestände ? gepflegt und verwaltet werden. In Europa haben sich die Kommodifizierung (Zur-Ware-Werden) und Privatisierung von natürlichen Ressourcen sowie finanzielle Spekulation auf extreme Weise ausgeweitet, was die Möglichkeit der Umverteilung von Gemeingütern durch demokratische Prozesse verhindert. Wir beobachten derzeit, dass der Mangel an Regulierung dieser Märkte zu einer immer geringeren Zahl der Akteure im Nahrungsmittelsystem führt, während transnationale Konzerne wachsen. Zudem verunmöglichen die geringen Einkommen in der Landwirtschaft in den meisten Fällen den Zugang zu diesen Ressourcen, insbesondere Land. Das Verschwinden von Tausenden von europäischen Bauern und Bäuerinnen jede Woche, die Konzentration von Ressourcen bei Großbauern und die Landflucht zeigen, dass ein Wandel dringend vonnöten ist.

TTIP stoppen! http://www.attac.at/kampagnen/abkommen-eu-usa-stoppen.html Weitgehend abgeschirmt von der kritischen Öffentlichkeit verhandeln EU-Kommission und US-Regierung derzeit die Transatlantische Han­dels- und Investitionspartnerschaft (TTIP).

Die wahren Triebkräfte hinter dem Abkommen sind große Konzerne beiderseits des Atlantiks. TTIP ist für sie die beste Gelegenheit um Gesetze zum Schutz von KonsumentInnen, ArbeitnehmerInnen und Umwelt loszuwerden. Grundlegende Menschenrechte, Arbeits- Gesundheits- und Umweltstandards sowie Finanzregulierungen könnten so ausgehebelt werden.

Attac fordert, dass die Verhandlungen sofort gestoppt werden so lange nicht alle Verhandlungsdokumente öffentlich zugänglich sind. Handelspolitik muss demokratisch und transparent stattfinden ? abseits des dominierenden Einflusses großer Konzerne. Jetzt Protestmail an österreischische Regierung schicken: Verhandlungsdokumente offenlegen!


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