Leserbrief in der SN vom 18.07.2017 zum Thema G20 und Entwicklungshilfe:

Scheinbesorgnis um das Weltwohl

In der Folge sende ich Ihnen meine Anmerkungen zu den diversen Kommentaren Ihrer Redakteure und der Berichterstattung über das Treffen der G20 in Hamburg. Dazu möchte ich Folgendes bemerken: Die pompöse Scheinbesorgnis der G20 um das Wohl der Welt und diesmal besonders um das Elend Afrikas darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie an dessen Unwohl nicht untergeordnet beteiligt sind und im Alltag die gegenteilige Politik betreiben. Nur als Beispiele seien die mangelhafte Besteuerung von Kapitalflüssen und Konzernerträgen erwähnt. Ebenso wenig dürfen jedoch auch die Gewalttaten von Verbrechern und Straftätern darüber hinwegtäuschen, dass sie den Anliegen der Gegner dieser Politik in den Rücken fallen und deren berechtigte Forderungen verunglimpfen.

Die Fischtrawler dieser G20 und anderer Länder beispielsweise fischen die Meere bis in die Fischgründe der afrikanischen Staaten leer. Die Familien der Einheimischen finden keine Nahrung mehr vor, hungern, raffen alles Ersparte zusammen, borgen sich Geld, so sie etwas bekommen, und schicken einen Familienangehörigen nach Europa, um, so er/sie nicht ersäuft oder sonst wie ums Leben kommt, das Geld zu verdienen, das sie zum Einkauf der Fische brauchen, die ihnen sprichwörtlich vor der Nase weggefischt werden. Zum erhöhten Preis natürlich, wir haben dafür ja einigen Aufwand und so manche Investitionen betrieben.

Dies nur als ein Beispiel für die Berechtigung der Kritik am Handeln der Entscheidungsträger. Dies kann ohne Anspruch auf Vollständigkeit durch die Pharmaindustrie ergänzt werden, die mit den ohnehin zu vielen Menschen in diesen Ländern experimentiert, nachdem inzwischen die Affen besser geschützt werden als die Menschen. Auch der Bereich der Korruption in den Staaten, denen die G20 und andere Länder "helfen", bewirkt mittels unserer "Entwicklungshilfe", dass die vorhandenen Stammesführer, und auch ihre Gegner, mit unseren ausgemusterten Waffen ausgerüstet werden. Beispiele und Beweise dafür sind inzwischen Legion und sie ließen sich endlos fortsetzen.

Kritik an den herrschenden Zuständen und Notwendigkeit für Veränderung sind dringend gegeben, demokratischer Widerstand gegen diese Verhältnisse ist zuhauf nötig. Was aber kann es dem Ziel der Verbesserung der Lebensverhältnisse dieser vom Elend betroffenen Menschen helfen, dass Polizisten, die ihre Arbeit versehen, krankenhausreif geprügelt werden und um ihr Leben fürchten müssen, dass das Auto von Frau Meier im dritten Stock, die zu einem großen Teil unsere Meinungen teilt, abgefackelt wird, Geschäfte geplündert werden? Gewaltorgie und Blutrausch sind Terror und sollte es wahr sein, dass sich Attac nicht von diesen Tätern distanziert, dann schaden sie massiv meinem Anliegen, zur Verbesserung der Lebensbedingungen eines großen Teils der Menschheit einen Beitrag zu leisten.

Dr. Gerhard Steinlechner 5020 Salzburg

Dazu passt der Kurzbericht der SN auf S.4:

66 Millionen sind auf der Flucht

BERLIN. Das deutsche Entwicklungsministerium rechnet nicht mit einem Rückgang der Flüchtlingszahlen. Nach UNO-Angaben gibt es derzeit weltweit fast 66 Millionen Vertriebene. Ihre Zahl werde sich vervielfachen, falls die Erderwärmung nicht bei maximal 1,5 Grad gestoppt werde, warnte die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. SN, dpa

Ein sarkastischer Artikel als "Klimablog" von Martin Stricker in der SN v. 17.07.2917 S.12:

Verhüten ist der beste Klimaschutz

MARTIN STRICKER

Die Sache ist einfach. Die Menschheit ist dabei, den Planeten, auf dem sie wohnt, nachhaltig zu zerstören. Will sie das vermeiden, muss sie schleunigst umsteigen: keine Kohle mehr, kein Öl, kein Erdgas. Die Verbrennung dieser in der Erdkruste eingelagerten Kohlestoffe heizt die Temperatur unserer Atmosphäre lebensgefährlich an.

Eine Studie der schwedischen Universität Lund kommt nun zum Schluss, dass der beste Weg zur Umkehr in der Verhütung liegt: Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeute eine CO2-Einsparung von 58,6 Tonnen im Jahr.

Großartige Erkenntnis:

Der Mensch ist für die Klimaverschlechterung verantwortlich. Ohne Menschen wäre alles in Ordnung.

Ein ähnliches Phänomen ist bei Politik & Wirtschaft zu beobachten, wenn es heißt, Klimaschutzmaßnahmen wären zu teuer.

Großartige Erkenntnis auch hier:

Wir können uns das Überleben der Menschheit aus wirtschaftlichen Gründen nicht leisten.

Weil´s halt regional ist? ?

Artikel von Mag. Barbara Czerny, Koordinatorin der Grünen Bäuerinnen und Bauern Tirols

Letzens vor der Kühlvitrine eines Innsbrucker Geschäftes mit abgefüllten Joghurts im Glas. ?Die schauen aber guat aus, kommen die direkt vom Bauern?? will ein sichtlich interessierter Kunde wissen. Zur Beantwortung der Frage muss die Verkäuferin ein wenig ausholen ? die eine Seite der Vitrine kommt nämlich direkt aus der (auch nicht wirklich nahe gelegenen) Sennerei, die andere Seite stammt aber schon vom Bauern. Dem Kunden passt die Antwort weniger, der optische Aufputz der Milchprodukte lässt nämlich auf familiäre Direktvermarktung schließen. Die Verkäuferin pariert jedoch gekonnt: ?Bei uns kommt´s halt auf die Regionalität an, das ist uns wichtig. Und das ist alles aus der Region.?

Regionalität sticht dieser Tage einfach alles. Da werden Produkte aus intensiv wirtschaftenden Milchviehbetrieben hochstilisiert, weil sie in der Region hergestellt werden. Die Kühe dieser Betriebe sind aber allesamt Brasilianerinnen oder Rumäninnen, weil die eiweißhaltigen Futtermittel mit denen sie zu Hoch- und Höchstleistungen gepusht werden, importiert werden müssen. Mit dem unliebsamen Effekt, dass eben dort Menschen von ihrem Grund und Boden vertrieben werden, weil Agrarkonzerne riesige Flächen an Monokulturen von Futterpflanzen für unsere Landwirtschaft anbauen. Hierzulande Konferenzen, Think Tanks und Förderprogramme um den Erhalt der ländlichen Regionen zu gewährleisten, andernorts aber wird dieser ländliche Raum willentlich zerstört, um weiterhin an der Exportwirtschaft in der Agrarpolitik festhalten zu können.

Ein Agrar- und Lebensmittelsystem, das auf Konkurrenz, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet ist, ruiniert (klein)bäuerliche Existenzen ? über Grenzen hinweg. Die Hintergründe und Ursachen von Migration sind eng verwoben mit den Auswirkungen dieses Systems und als soziale Sprengkraft innerhalb der Gesellschaft für uns alle derzeit sehr gut spürbar. Regionalität muss neu diskutiert werden und zwar unter geografischen Kriterien ? sowohl im Anbau als auch in der Verarbeitung und vor allem bei der Verwendung von Futtermitteln: wie kann ein Produkt regional sein, wenn es vor seiner Herstellung bereits tausende Transportkilometer auf dem Buckel hat? Die Grünen Bäuerinnen und Bauern wollen einen Denkanstoß leisten, regional darf kein Persilschein für jedes dahinter stehende Produktionssystem werden, es gilt auch hier nachzufragen und genauer hinzusehen, denn regional ist ganz sicher nicht das neue bio!

Schlechte Nachrichten für Afrika

https://www.jungewelt.de/artikel/313873.schlechte-nachrichten-f%C3%BCr-afrika.html

Aus: Ausgabe vom 08.07.2017, Seite 4 / Inland

Auf dem G-20-Gipfel soll ein »Marshallplan« mit dem Kontinent beraten werden. Gelder gehen direkt an »Investoren«. Jobs schaffen die nicht Von Gitta Düperthal kietzmann_g20-afrika090617-4.jpg Als am 9. Juni in Berlin die »G-20-Afrika-Konferenz« tagte, veranstalteten Globalisierungskritiker aus verschiedenen ­Ländern eine Demo unter dem Motto »Besucht die Profiteure« Foto: Bjoern Kietzmann

Auf dem G-20-Gipfel in Hamburg wirbt die Bundesregierung für ihren »Marshallplan mit Afrika«. Was Menschen in Ländern blüht, die sich von staatlicher Entwicklungshilfe made in Germany - oder in der EU - beglücken lassen, zeigte ein Beitrag des ARD-Magazins »Monitor« am Donnerstag abend. Demnach sieht es bei einem Vorzeigeprojekt in Sambia finster aus. »Sie haben uns unser Ackerland weggenommen«, klagen Bewohner eines Dorfes. Sie könnten sich deshalb nicht mehr selbst ernähren. Die Firma »Agrivision«, die von der Regierung des Landes große Flächen für den Soja-, Weizen- und Maisanbau gepachtet hat, beschäftigt nur 200 Leute, und zwar immer nur für zwei, drei Monate. Versprochen waren mal 1.600 neue Arbeitsplätze.

»Unfassbar« findet der Linke-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat (Die Linke), was die Bundesregierung da als »Afrika-Hilfe« anpreist. Sie lege Fonds in Steueroasen an, um private Investoren so fördern zu können, dass sie in keinem Fall für Verluste aufkommen müssen. Gleichzeitig werden die Lebensgrundlagen der Bauern in den Gebieten zerstört, in denen Deutschland Privatinvestitionen bezuschusst. Ein »neoliberaler Giftcocktail« werde da gemischt, sagte Movassat gegenüber den »Monitor«-Reportern. »Gibt es Gewinne, sahnen die Konzerne ab. Gibt es Verluste, zahlen deutsche Steuerzahler.«

Auf derartige Verwerfungen weist die Menschenrechtsorganisation ­FIAN (Food First Informations- und Aktions-Netzwerk) seit Jahren hin. Am Donnerstag beteiligte sie sich mit zwei Workshops am »Gipfel für globale Solidarität« in Hamburg. Die parallel in der Hansestadt tagenden G-20-Staaten strebten eine »Politik des Vorrangs wirtschaftlicher Interessen an, bei der Menschenrechte kaum mehr eine Rolle spielen«, kritisierte Gertrud Falk von FIAN am Freitag gegenüber jW. Deren Regierungen hätten Kleinbauern nie in ihre Überlegungen einbezogen, geschweige denn mit ihren Vertretern gesprochen. Nur Großkonzerne seien gehört worden. Diskussionen am Donnerstag in Hamburg über Landraub und die für Kleinbauern ungünstigen Abkommen zu teurem Saatgut seien sehr engagiert geführt worden, berichtete Falk.

Auch das »Malabo Montpellier Panel«, ein internationales Gremium von Afrika-Experten, appellierte am Donnerstag an Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU), die Landwirtschaft und damit die Bauern »als Motor der Ernährungssicherheit« in den Mittelpunkt anvisierter Investitionen auf dem Kontinent zu stellen. Der Zusammenschluss »begrüßt« dennoch den »Afrika-Fokus« des G-?20-Gipfels.

FIAN dagegen moniert, die G-?20-Staaten schwächten die Vereinten Nationen und ihre Fachorganisationen durch ihre Politik. Deren Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 würden auf dem Gipfel vernachlässigt. Es gelte, vielfältige bäuerliche Landwirtschaft zu fördern, die wichtig für Klimaschutz und Hungerbekämpfung sei, betonte Frank Ademba vom Bauernnetzwerk MVIWATA in Tansania auf der Veranstaltung von FIAN und anderen Nichtregierungsorganisationen in Hamburg. Durch Allianzen zwischen westlicher Entwicklungspolitik und Agrarkonzernen werde kleinen Landwirten der Boden unter den Füßen weggezogen. Landraub und Bodenspekulation seien an der Tagesordnung. Das Verwenden selbstgewonnenen Saatguts werde Kleinbauern zunehmend erschwert. Das von 17 der 20 in Hamburg vertretenen Staaten ratifizierte »Internationale Abkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen« (UPOV) verhindere dies. »Satte Menschen statt satte Gewinne« lautet deshalb ein Slogan von FIAN.

Gertrud Falk berichtete, Länder des globalen Südens würden von den Industriestaaten unter anderem im Rahmen von Handelsverträgen gedrängt, dem Abkommen beizutreten. In Tansania sei das bereits geschehen. Dort müssen Bauern nach Angaben der FIAN-Expertin seither mit hohen Strafen rechnen, wenn sie einfach einen Teil ihrer Ernte zur Neuansaat verwenden. Die G-20-Staaten unters

Finanztransaktionssteuer

siehe unter Aktuelles!

Nyéléni Europe-Forum 2017 in Cluj/Rumänien

Das bisher größte europaweite Forum für Ernährungssouveränität in Cluj-Napoca (Rumänien) war ein großer Schritt gegen die Ausbreitung der industriellen Nahrungsmittelproduktion und für eine gerechte und nachhaltige Zukunft der kleinstrukturierten Landwirtschaft in ganz Europa.

Nähere Infos: http://www.viacampesina.at/cm3/93-news/2008/1102-oebv-ernaerungssouveraenitaet-rumaenien.html

Nyéléni Austria Herbsttreffen 2015

Vom 13.-15. November 2015 fand in Mutters bei Innsbruck, das Herbsttreffen der Bewegung für Ernährungssouveränität in Österreich statt.

Am Freitag Abend gab es eine spannende Diskussionsveranstaltung zum Thema Milchwirtschaft: Wohin mit der Milch? Zur Zukunft der bäuerlichen Milchproduktion. Sie können unter "Verfügbare Unterlagen" eine Tonaufnahme abrufen.

Am Samstag fanden Workshops zu den Themen Milchwirtschaft und alternative Vermarktungswege, Zugang zu Land, Bodenverbrauch am Beispiel Tirol statt. Am Sonntag wanderten wir nach dem Frühstück zum Scheipenhof und diskutierten mit dem Bauern über seinen Hof, das Gasthaus und die Vermarktungsmöglichkeiten für Bio-Produkte.

Im Frühjahr 2016 gab es in Graz das Nyeleni-Frühjahrstreffen.

Infos zu Ernährungssouveränität

Ernährungssouveränität ist das Recht der Völker auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. [?] Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen. Ernährungssouveränität stellt die Menschen, die Lebensmittel erzeugen, verteilen und konsumieren, ins Zentrum der Nahrungsmittelsysteme, nicht die Interessen der Märkte und der transnationalen Konzerne.

Weltweit organisieren und vernetzen sich Menschen, um die Kontrolle über ihre Ernährungs- und Agrarsysteme zurückzugewinnen, es wächst der Widerstand gegen ein System, das die Grundlagen für ein gutes Leben für alle laufend zerstört, Würde und Rechte der Menschen verletzt.

Der Hunger auf der Welt ist ein Verbrechen und eine Schande für unser derzeitiges globales Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungssystems, das großteils auf dem Rücken der Südländer ausgetragen wird. Denken wir nur an Landgrabbing, Tierfutter- oder Agrospriterzeugung, Müll- und Nahrungsmittelüberschussexporte.

Es werden Lösungen gesucht, die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen Lebensmittel produziert, verteilt und konsumiert werden, zu verändern. Weltweit soll das tier- und menschenverachtende Handeln der industriellen Lebensmittelerzeugung, -Verarbeitung und -Vermarktung ein Ende finden und von kleinräumigen, solidarischen Systemen ersetzt werden.

Der Nyéléni-Prozess ermöglicht durch die Vielfalt der beteiligten Menschen, voneinander zu lernen und braucht die Bereitschaft, auch unsere Praxis immer wieder aufs Neue kritisch zu reflektieren. Selbst- und Weltveränderung gehören zusammen. Wir wollen in vielfältigen Formen zusammenarbeiten und handeln. Kreative, lustvolle, aktionistische und sinnliche Herangehensweisen sind dabei genauso zentral, wie das gemeinsame Bearbeiten von Widersprüchen und das Entwickeln von Projekten und Ideen. Es kommt auf uns an, gemeinsam die Bedingungen dafür zu schaffen.

Aus all diesen Gründen wurde vom 13. bis 17. April 2014 in Goldegg ein österreichweites Forum für Ernährungssouveränität organisiert, siehe http://www.ernaehrungssouveraenitaet.at .

http://derstandard.at/1397520805317/Landwirtschaft-unterwegs-zur-Selbstorganisation (Print am 17.4.2014)

In der selben Ausgabe: Agrarbiologe Arvay: ?Sollten uns nicht alles auftischen lassen?

http://derstandard.at/1397520783386/Sollten-uns-nicht-alles-auftischen-lassen

Aufbauend auf der Deklaration und dem Aktionsplan von Nyéléni Europe 2011 soll dieses Forum die Bewegung für Ernährungssouveränität in Österreich stärken und verbreitern, ein gemeinsames Verständnis dafür schaffen, eine Gesellschaftsordnung einzufordern, die eines der grundlegendsten Menschenrechte ? das Recht sich zu ernähren - ins Zentrum der Politikgestaltung rückt.

Es wurden alle Interessierten, etwa Bäuer*innen, kritische Konsument*innen, Landarbeiter*innen, Gärtner*innen, Food-Coops, NGOs, Gewerkschafter*innen, Köch*innen, kirchliche Gruppen, Umweltschützer*innen, Aktivist*innen, Studierende, Landlose, Migrant*innen, Verkäufer*innen, Wissenschafter*innen u.a. aufgerufen, sich am Nyéléni-Prozess für ein österreichisches Forum für Ernährungssouveränität 2014 und darüber hinaus zu beteiligen und sich einzubringen.

Regionalgruppen in den Bundesländern analysieren die spezifischen Stärken und Schwächen und erarbeiten innovative Lösungen.

Regionaltreffen in Österreich: http://www.ernaehrungssouveraenitaet.at/regionaltreffen-in-ganz-oesterreich/

Die Regionaltreffen in Tirol finden in der Südwind-Bibliothek in der Leopoldstr.2, 50 Meter südwestlich der Triumpfpforte in Ibk. statt, Es ist geplant, auch an zwei Orten im Unterinntal regelmäßig Stammtischtreffen durchzuführen.

Jede/r ist herzlich willkommen!! Und wir freuen uns auch, wenn ihr viel Werbung für das Regionaltreffen macht. 

Sie erreichen mich (Franz Legner) unter der Mobil-Nr.:

H: +43 676 88508 3810

Arbeitsprojekt Erntehelfer

In der Tiroler Straßenzeitung "20er" gibt es auf Seite 4 einen Kurzbericht mit dem Titel "Gewerkschaftshilfe für Erntehelfer":

"Über dreihundert Erntehelfer haben Tiroler Bauern auch heuer wieder bewilligt bekommen. Gewerkschaft und Landarbeiterkammer wollen ihnen zu ihrem Recht verhelfen.

"Es geht munter weiter wie bisher", sagt Berndhard Höfler, Sekretär der Poduktionsgewerkschaft (PRO-GE) in Tirol. An der Situation der von Tiroler Bauern beschäftigten Erntehelfern habe sich seit dem medienwirksamen Protest einiger Betroffener im vergangenen Herbst nichts geändert. Die Arbeitsbedingungen seien nach wie vor vielfach "unwürdig". Im Rest Österreichs ist die Lage ähnlich. Eine bundesweite Kampagne soll daher nun Erntehelfer über ihre Rechte informieren. Eine Telefonhotline soll außerdem eingerichtet werden." ...

Dazu wird vom Inhaber der Homepage angemerkt, dass schon der offizielle Kollektiv-Nettostundenlohn von Euro 5,47 für Tiroler und Österreichische Verhältnisse beschämend ist und einer dringenden Änderung bedarf.

Bei den Mitgliedern der Ernährungssouveränität Tirol ist eine sehr engagierte Frau dabei, die mithilft, diese Missstände zu verbessern.

Bitte Eure Erfahrungen und Informationen von Lohn- und Arbeitsverhältnisse von Landarbeitern oder Beschäftigte im Lebensmittelbereich, auch anonym, an meine Emailadresse schicken. Ich werde versuchen, auch meinen Teil zur Verbesserung beizutragen.

Es zeigt sich, dass Fairtrade-Produkte nicht nur in den Südländern einzufordern sind sondern diese auch in den europäischen Ländern, so auch in Österreich, zu honorieren und prämieren gibt. Das Ausbeuten der Landarbeiter mit Schandlöhnen, die schlechten Arbeitsbedingungen der Handelsangestellten und der europäische und weltweite Druck auf die Kleinbauern sind kritisch zu hinterfragen und mit positiven Anreizsystemen einzudämmen.

Es würde mich freuen, wenn Sie bei der Regionalgruppe Tirol mit Rat und Tat mitarbeiten .

Mit folgenden Themenblöcken soll Ernährungssouveränität behandelt werden (derzeit noch in Bearbeitung):

  1. Zukunftsfähige, nachhaltige Produktionsweise von gesunden Lebensmitteln
  2. Regionale Verteilung von Lebensmitteln
  3. Gerechte Arbeits- und soziale Verhältnisse
  4. Berücksichtigung globaler Zusammenhänge, natürlicher Ressourcen und Gemeingüter
  5. Eindämmung der Nahrungsmittel- und Hochgeschwindigkeitsspekulationen
  6. Demokratische Gestaltung der Agrar- und Ernährungspolitik
  7. Nyeleni Tirol
  8. Nyeleni Österreich

Weiterführende Links:


Link auf die Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/NyeleniTirol/
Link auf die Facebook-Gruppe "Die Kuh braucht ihre Hörner": https://www.facebook.com/groups/346203180946/

http://www.ernaehrungssouveraenitaet.at Nyeleni 2014 Goldegg

http://www.nyelenieurope.net/ Nyeleni 2011

http://www.nyeleni.org/spip.php?article331 Erklärung von Nyeleni 2007

http://www.viacampesina.at Österr.Bergbauern- und KleinbäuerInnenvereinigung

http://www.attac.at/ Internationale Bewegung, die sich für eine demo kratische und sozial gerechte Gestaltung der globalen Wirtschaft einsetzt.

http://www.fian.at/ Menschenrechtsorganisation für das Recht sich zu ernähren

http://www.arche-noah.at Saatgutsouveränität und Biodiversität

http://www.permakultur.net/

http://www.slowfoodaustria.at/

http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=14477&b=272

Verfügbare Unterlagen

Diskussion

comments powered by Disqus