Appell an die österreichische Bundesregierung: „Agrarökologie stärken!“

Eine grundlegende Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme mithilfe der Agrarökologie – das fordern mehr als 50 zivilgesellschaftliche Organisationen von der Bundesregierung.

Denn ein „Weiter-wie-bisher“ ist keine Option, wie schon die mehr als 400 Autoren des Weltagrarberichts 2009 betonten, da die industrielle Landwirtschaft die Existenz (klein-)bäuerlicher Betriebe und die natürlichen Lebensgrundlagen hier und im globalen Süden bedroht.

Der Weltagrarbericht trug auch wesentlich dazu bei, dass Agrarökologie zu einem anerkannten Konzept ökologischer, klimaangepasster und sozial nachhaltiger Entwicklung wurde.

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Ökologisch bewirtschaftete Böden speichern mehr Wasser

Ökologisch bewirtschaftete Böden speichern deutlich mehr Wasser als Flächen konventioneller Betriebe und können daher Überschwemmungen besser vorbeugen. Zu diesem Ergebnis kommt die Kommission Bodenschutz beim Umweltbundesamt (KBU) in ihrem Positionspapier „Böden als Wasserspeicher“.

Wasserspeicherung und Versickerung sind wichtige Ökosystemleistungen von Böden, betont das Gutachten: Funktionierende Böden können Regenwasser rasch aufnehmen, große Mengen davon speichern und später den Pflanzen zur Verfügung stellen sowie die Grundwasserneubildung sicherstellen. Doch Eingriffe des Menschen können diese wertvollen Bodenfunktionen stark beeinträchtigen. Gerade in Städten findet Regenwasser oft nur schwer einen Weg in den Boden, da die hohe Flächeninanspruchnahme durch Siedlung und Verkehr die Versickerung und Wasserspeicherfähigkeit reduziert.

Doch auch die Art der landwirtschaftlichen Bodenbewirtschaftung beeinflusst die Wasserrückhaltekapazität von Böden. Eine schleichende negative Veränderung des Bodengefüges entsteht etwa durch die Verschlämmung und Verdichtung des Bodens, bedingt durch den Einsatz immer größerer und schwererer Maschinen, so die Bodenexperten.

Auch wenn Wälder und Dauergrünland mehr Wasser speichern können als Ackerflächen, machen landwirtschaftliche Böden etwa die Hälfte der für Versickerung und Wasserspeicherung zur Verfügung stehenden Landfläche aus, schreibt die Kommission Bodenschutz unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. In Betrieben des ökologischen Landbaus sei die Versickerungsrate mehr als doppelt so hoch als in konventionellen Betrieben. „Hauptursache hierfür ist eindeutig die signifikant höhere biologische Aktivität ökologisch bewirtschafteter Böden und nicht allein deren Gehalt an organischer Bodensubstanz“, lautet das Fazit der Gutachter.

 

Eine wichtige Rolle spiele „das von Wurzeln und Regenwürmern gebildete krümelige Bodengefüge und stabile Makroporen, die Niederschlagswasser rasch in die Tiefe ableiten und damit im Unterboden eine größere Wasserspeicherkapazität erschließen können.“ Zwar tummeln sich Regenwürmer auch auf konventionell bewirtschafteten Flächen, doch Vergleichsuntersuchungen in Abhängigkeit vom Produktionssystem belegten, dass die Anzahl der Regenwürmer in ökologisch bewirtschafteten Böden deutlich höher ist. Die Kommission Bodenschutz empfiehlt den Ökolandbau aufgrund der erhöhten Infiltrationsleistung gezielt und mit ausreichenden Anreizen zu fördern. Ein Vorschlag sind Kompensationsmaßnahmen für Flächenverbrauch: „Zum Ausgleich könnte für jede durch Versiegelung verloren gegangene Fläche im Einzugsgebiet die Umstellung der doppelten Fläche auf Ökologischen Landbau angestrebt werden“, empfehlen die Gutachter.

Der Verband ökologischer Erzeuger Bioland begrüßte die Idee: „Neben der notwendigen Minderung der Flächenversiegelung von Agrarflächen wäre mehr Biofläche eine geeignete Kompensationsmaßnahme für Flächenverbrauch und Bodenversiegelung. Darüber hinaus leistet der Biolandbau auch viel für mehr Biodiversität in der Agrarlandschaft“, betonte Bioland-Präsident Jan Plagge. (ab)

 

Eingefügt aus <http://www.weltagrarbericht.de/aktuelles/nachrichten/news/de/32059.html>

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Neonicotinhaltige Beizen

Die AGES Österreich sieht keinen Handlungsbedarf die neonicotinhaltigen Beizen zu verbieten, obwohl das MELISSA-Forschungsprojekt seit 2009 eindeutig belegt, dass durch diese Mais-Beizmittel unzählige Bienenvölker vergiftet werden.

 

Man schiebt also nach Ansicht der AGES die Probleme jetzt auf die Landwirte, welche scheinbar den (Seiten) Wind nicht immer richtig abgeschaltet haben, wenn sie am säen sind!

 

http://orf.at/stories/2110398/

 

und hier

 

http://search.salzburg.com/articles/23782794?highlight=Melissa

 

Das ist also dann so, dass wenn das ABS im Auto nicht richtig funktioniert und man die Fehlerquelle im ABS aber bereits seit über 10 Jahren genau kennt, und es dennoch weiterhin zu schweren Verkehrsunfällen teils mit tödlichem Ausgang kommt, dann ist auf jeden Fall immer der Fahrer schuld, weil er nicht richtig gebremst hat vor allem bei Seitenwind, und auch immer nicht richtig gegen gelenkt hat!

 

oder ist das ein schlechtes Beispiel? nicht ganz angebracht was?

 

Jedenfalls fordert die Biene Österreich und auch Global 2000 ein endgültiges Aus für die Neonic Beizen am Mais.

Die Fruchtfolge ist wahrhaft das einzige wirklich gute funktionierende Mittel gegen den Maiswurzelbohrer!

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