Offener Brief der ÖBV-Via-Campesina zur GAP

Anlässlich der Petition „Arbeitsplätze und Einkommen in der Landwirtschaft sichern – Doppelte Förderung der ersten 20 ha!“ hat die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV) heute einen offenen Brief an BM Köstinger, an alle Landwirtschaftskammerpräsident_innen und Agrarreferenten der Bundesländer geschickt.

Diese Forderung unterstützen 4.323 Personen, viele davon selbst direkt betroffene Bäuerinnen und Bauern, sowie die Ortsbauernausschüsse aus Angath und Rossbach. Nach Jahrzehnten des Höfesterbens und dem Abbau von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft ist es an der Zeit, eine Trendwende einzuleiten. Die aktuelle Reform der GAP und die Neuverteilung von Steuergeldern bietet eine historische Chance, die landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Gemeinsam fordern wir Bundesministerin Köstinger, die Agrarlandesrät_innen und alle Funktionäre und Funktionärinnen der landwirtschaftlichen Interessenvertretung auf, folgende Maßnahme umzusetzen: Die doppelte Förderung der ersten 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche finanziert durch eine gerechtere Umverteilung innerhalb der Direktzahlungen.

„Wir stehen an einer entscheidenden Weggabelung: Wenn wir in Österreich weiterhin eine kleinteilige, vielfältige Landwirtschaft haben wollen, dann ist eine Umverteilung unbedingt notwendig. Die große Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich würde von dieser Maßnahme profitieren.“ so Ludwig Rumetshofer von der ÖBV. Mit dieser Umverteilung im österreichischen GAP-Strategieplan kann ein wesentlicher Schritt gesetzt werden, um die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen. Aus folgenden Gründen ist eine Umverteilung hin zu den kleinstrukturierten Betrieben besonders sinnvoll und sollte jetzt umgesetzt werden:

Die Einkommen sind in kleineren Betrieben wesentlich niedriger. Demgegenüber haben große Betriebe mit viel Fläche zusätzlich deutliche Vorteile bei Skaleneffekten und Ein- und Verkäufen. Größere Betriebe haben höhere Förderungen und müssen zugleich pro Hektar weniger Sozialversicherung zahlen. Dies erhöht zugleich den Druck auf Pachtpreise und verschärft das Einkommensgefällte. Weil wir mehr Bauern und Bäuerinnen für einen lebendigen ländlichen Raum mit guten Arbeitsplätzen brauchen. Die Gesellschaft will eine kleinstrukturierte Landwirtschaft und diese soll auch gefördert werden. In Kombination mit einer Junglandwirteförderung ist das ein echtes Signal: Landwirtschaft hat Zukunft! Weil die Bewirtschaftung kleinerer Feldstücke die Artenvielfalt und Ökologie, sowie die Landschaftsvielfalt fördert und durch viele verschiedene Höfe eine Nutzungsvielfalt mit vielen positiven Effekten entsteht: andere Schnittzeitpunkte, unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Anbau- und Erntezeitpunkte und damit Vielfalt in der Landschaft und gute Arbeitsplätze.  Weil eine kleinteilige und vielfältige Agrarstruktur besonders gut in der Lage sind, mit den Risiken durch die Klimakrise umzugehen und eine nachhaltige und resiliente Versorgung zu sichern.

„Die doppelte Förderung der ersten 20 Hektar hat breiten Rückhalt unter den Bauern und Bäuerinnen und in der Gesellschaft. Wir fordern die verantwortlichen Agrarpolitiker_innen auf nun Taten zu setzen: Für mehr Gerechtigkeit, Arbeitsplätze und sichere Einkommen in der Landwirtschaft und in den ländlichen Räumen!“ so Rumetshofer abschließend.


https://blickinsland.at/offener-brief-der-oebv-zur-gap/

https://www.viacampesina.at/

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AMA

 
 
 
Sebastian Bohrn Mena auf Twitter am 14.07.2021
 
Es sollte kein Steuergeld mehr für die Förderung des Mindeststandards ausgegeben werden. Auch nicht in Form dieser Werbung durch die #AMA, die kaum an Zynismus übertroffen werden kann. Das AMA-“Gütesiegel” muss dringend reformiert werden, von Grundauf!

 
Anmerkung: Der Text im AMA-Werbefoto ist nichtssagend und eine Beleidigung von LEBENSmittel und Tierwohl

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Offener Brief der ÖBV-Via-Campesina zur GAP

Anlässlich der Petition „Arbeitsplätze und Einkommen in der Landwirtschaft sichern – Doppelte Förderung der ersten 20 ha! hat die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV) heute einen offenen Brief an BM Köstinger, an alle Landwirtschaftskammerpräsident_innen und Agrarreferenten der Bundesländer geschickt.

Diese Forderung unterstützen 4.323 Personen, viele davon selbst direkt betroffene Bäuerinnen und Bauern, sowie die Ortsbauernausschüsse aus Angath und Rossbach. Nach Jahrzehnten des Höfesterbens und dem Abbau von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft ist es an der Zeit, eine Trendwende einzuleiten. Die aktuelle Reform der GAP und die Neuverteilung von Steuergeldern bietet eine historische Chance, die landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Gemeinsam fordern wir Bundesministerin Köstinger, die Agrarlandesrät_innen und alle Funktionäre und Funktionärinnen der landwirtschaftlichen Interessenvertretung auf, folgende Maßnahme umzusetzen: Die doppelte Förderung der ersten 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche finanziert durch eine gerechtere Umverteilung innerhalb der Direktzahlungen.

„Wir stehen an einer entscheidenden Weggabelung: Wenn wir in Österreich weiterhin eine kleinteilige, vielfältige Landwirtschaft haben wollen, dann ist eine Umverteilung unbedingt notwendig. Die große Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich würde von dieser Maßnahme profitieren.“ so Ludwig Rumetshofer von der ÖBV. Mit dieser Umverteilung im österreichischen GAP-Strategieplan kann ein wesentlicher Schritt gesetzt werden, um die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen. Aus folgenden Gründen ist eine Umverteilung hin zu den kleinstrukturierten Betrieben besonders sinnvoll und sollte jetzt umgesetzt werden:

Die Einkommen sind in kleineren Betrieben wesentlich niedriger. Demgegenüber haben große Betriebe mit viel Fläche zusätzlich deutliche Vorteile bei Skaleneffekten und Ein- und Verkäufen. Größere Betriebe haben höhere Förderungen und müssen zugleich pro Hektar weniger Sozialversicherung zahlen. Dies erhöht zugleich den Druck auf Pachtpreise und verschärft das Einkommensgefällte. Weil wir mehr Bauern und Bäuerinnen für einen lebendigen ländlichen Raum mit guten Arbeitsplätzen brauchen. Die Gesellschaft will eine kleinstrukturierte Landwirtschaft und diese soll auch gefördert werden. In Kombination mit einer Junglandwirteförderung ist das ein echtes Signal: Landwirtschaft hat Zukunft! Weil die Bewirtschaftung kleinerer Feldstücke die Artenvielfalt und Ökologie, sowie die Landschaftsvielfalt fördert und durch viele verschiedene Höfe eine Nutzungsvielfalt mit vielen positiven Effekten entsteht: andere Schnittzeitpunkte, unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Anbau- und Erntezeitpunkte und damit Vielfalt in der Landschaft und gute Arbeitsplätze.  Weil eine kleinteilige und vielfältige Agrarstruktur besonders gut in der Lage sind, mit den Risiken durch die Klimakrise umzugehen und eine nachhaltige und resiliente Versorgung zu sichern.

„Die doppelte Förderung der ersten 20 Hektar hat breiten Rückhalt unter den Bauern und Bäuerinnen und in der Gesellschaft. Wir fordern die verantwortlichen Agrarpolitiker_innen auf nun Taten zu setzen: Für mehr Gerechtigkeit, Arbeitsplätze und sichere Einkommen in der Landwirtschaft und in den ländlichen Räumen!“ so Rumetshofer abschließend.

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Oekoreich – aufgedeckt: Glyphosat in Nudeln & Billigfleisch im Regal

Exklusiv: Fällt Österreich beim Fleisch zurück?

In Deutschland haben die großen Lebensmittelhändler kürzlich angekündigt, das Fleisch aus den untersten Haltungsformen aus den Regalen zu nehmen. Das deutsche Mindestniveau entspricht aber auch dem AMA-Standard. Wird es in österreichischen Supermärkten daher künftig eine schlechtere Qualität als in Deutschland geben? Wir haben bei SPAR, BILLA und HOFER nachgefragt. Alle Antworten gibts jetzt exklusiv bei oekoreich.

Fleisch: Standards in deutschen Supermärkten künftig höher als in Österreich?

Mehrere deutsche Handelskonzerne sorgten in den vergangenen Wochen für Aufsehen: Die niedrigen Stufen 1 & 2 in der Tierhaltung, die lediglich den untersten gesetzlichen Standard abbilden, sollen eigenen Angaben zufolge mittelfristig gänzlich aus ihrem Sortiment verschwinden. Mittlerweile ist geradezu ein Wettbewerb unter den deutschen Multis ausgebrochen, wer schneller und konsequenter auf Fleisch aus Massentierhaltung verzichtet. Dabei übertrumpfen sich diese sowohl was die Standards bei Eigenmarken betrifft als auch was die Listung von Frischfleisch grundsätzlich angeht.

Da sehr viel deutsches Fleisch nach Österreich importiert wird, insbesondere Schweinefleisch, hängen die Märkte traditionell eng zusammen. Oft wird beim Preis für Schweinefleisch von Seiten der Branche damit argumentiert, dass die österreichische Börsennotierung sich am deutschen Marktpreis orientiere, der den gesamteuropäischen Markt dominiert. Die Haltungsbedingungen in Österreich entsprechen zudem weitestgehend den deutschen, Unterschiede bestehen lediglich bei den Betriebsgrößen.

Eine Zeitenwende hat begonnen

Es gibt Entwicklungen, deren Beginn erkennt man erst im vollen Umfang im Rückblick. So wird es uns wohl auch bei der Frage der Weiterentwicklung der Landwirtschaft gehen. Die Konsumgewohnheiten der Menschen haben sich nicht erst seit Corona dramatisch geändert, eine Dynamik ungeahnten Ausmaßes ist im Lebensmittel-Bereich seit Monaten spürbar.

Die Politik reagiert darauf wie gewöhnlich mit Verzögerung, die Konzerne sind da stets schneller, immerhin gehts um ihren Profit. Der Tabubruch in Deutschland, der in Wahrheit nicht mit der Ankündigung von Aldi & Co begonnen hat, sondern mit den Reformvorschlägen der “Borchert-Kommission”, hat ein ganzes Gebirge ins Rollen gebracht.

Es geht jetzt nicht mehr darum möglichst viel und möglichst günstig zu produzieren, sondern Lebensmittel so zu erzeugen, dass die Tiere dabei nicht gequält, natürliche Lebensräume gewahrt und kleinbäuerliche Strukturen erhalten bleiben. Warum? Weil es hierbei mittlerweile auch um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder geht.


Anmerkung Legner: Es bewahrheitet sich wieder, dass die sogenannte “AMA-Qualität”, weiters auch das Schlagwort “Regionalität” hauptsächlich ein Marketing-Gag ist!
Setzen Sie daher auf Bio-Qualität, saisonal und regional erzeugt.

https://www.oekoreich.com/medium/fleisch-standards-in-deutschen-supermaerkten-kuenftig-hoeher-als-in-oesterreich?mc_cid=1421e10768&mc_eid=fe13f467bf

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Island setzt auf 4-Tage-Woche: Fast 9 von 10 Isländern können jetzt kürzer arbeiten

Island hat die 4-Tage-Woche getestet – es ist der größte Versuch weltweit. Er war so erfolgreich, dass jetzt 86 Prozent der isländischen Beschäftigen eine Arbeitszeitverkürzung oder die Möglichkeit dazu bekommen haben. Denn der Island-Versuch hat gezeigt: Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn macht die Beschäftigten glücklicher, gesünder und produktiver – und rechnet sich wirtschaftlich.

Ein Prozent aller isländischen Beschäftigten hat kürzer gearbeitet

Auf Druck der Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft haben der Stadtrat von Reykjavík und die isländische Regierung 2015 das weltweit größte Experiment zur Arbeitszeitverkürzung gestartet. Vier Jahre lang haben 2.500 Beschäftigte aus über 100 Unternehmen statt 40 im Schnitt nur 35 oder 36 Stunden gearbeitet. All das bei vollem Lohn. Der Versuch war so erfolgreich, dass nun generell die Arbeitszeitregelungen geändert wurden.

Der Versuch umfasste über ein Prozent der gesamten Erwerbsbevölkerung Islands und unterschiedliche Berufsgruppen. Kinderbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen waren genauso Teil des Versuchs wie Krankenhäuser, Schulen, Servicezentren oder Büros in der Stadtverwaltung. Das betraf klassische Nine-to-Five-Jobs, aber auch Schichtarbeit. Nach wissenschaftlicher Begleitung und zweijähriger Auswertung der Ergebnisse ist überdeutlich, dass eine generelle Arbeitszeitverkürzung nicht nur möglich, sondern auch sinnvoll ist.

https://kontrast.at/island-4-tage-woche/

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EU-Agrarförderungen: Greenwashing wird als Erfolg abgefeiert (Thomas Waitz)

Vergebene Chance für Kleinbauern und -bäuerinnen, Klima und Umwelt

Brüssel (OTS) – Nach den erneuten Verhandlungen zwischen Mitgliedstaaten, Europaparlament und Kommission zur gemeinsamen Agrarpolitik, kam es heute, Freitag 25.6.2021, zu einer Einigung. Die Grünen kritisieren, dass die Kompromisse weit hinter den Ankündigungen des Grünen Deals zurückbleiben, weniger Pestizide einzusetzen, Umwelt, Klima und Biodiversität zu schützen und ökologischen Landbau zu fördern. Die Ökomaßnahmen von 25%, mit einer einjährigen Lernphase von 20%, sind unzureichend und können auch noch aus der kleineren, zweiten Säule der Agrarförderung gezogen werden und diese damit ausbluten. Auch eine Deckelung der Flächenprämien wird es weiterhin nicht geben.

Thomas Waitz, Mitglied des Landwirtschaftsausschusses und Ko-Vorsitzender der Europäischen Grünen Partei, kommentiert: „Nicht mal mit einer Lupe lässt sich eine Spur von Reform in der Einigung entdecken. Das, was hier als Erfolg von den Landwirtschaftsminister*innen, Konservativen, Liberalen und Sozialdemokrat*innen gefeiert wird, ist pures Greenwashing, eine Mogelpackung voller Ausnahmeregelungen, die die bisherige Agrarförderungspolitik bis 2027 einzementiert und Steuergeld an Oligarchen, Agrarindustrie und Großbetriebe weiter fließen lässt. Das bedeutet, dass Milliarden von Agrarförderungen weiterhin in Monokulturen, Massentierhaltung und umweltschädliche Praktiken wie Pestizide fließen. Die einmalige Chance, die europäische Landwirtschaft zum Teil der Lösung zu machen und einen Löwenanteil der Klimaschutzmaßnahmen zu übernehmen, wurde zu Gunsten von kurzfristigen Profiten geopfert. Das Ergebnis ist ein Armutszeugnis der Politik und damit sieben verlorene Jahre.“

Die Koppelung der Fördergelder an soziale Mindeststandards, ein im Vorfeld heiß diskutiertes Thema, ist die ersten zwei Jahre freiwillig und wird nach Forderung der Mitgliedstaaten erst ab 2025 verpflichtend. Nach zwei Jahren soll die Kommission eine Studie beauftragen, die die Arbeitsbedingungen evaluieren und Verbesserungsvorschläge einbringen soll, um die sozialen Standards und die Koppelung der Fördergelder zu verstärken.

„Wir brauchen keine neuen Studien. Arbeitsrechtsverletzungen gehören ausnahmslos kontrolliert und sanktioniert, das am besten seit gestern und nicht erst ab 2025. Auf wessen Rücken machen denn die Agrargroßkonzerne ihre Profite? Es sind die Erntehelfer*innen und Migrant*innen ohne Papiere, die hier ausgebeutet werden. Die Mitgliedstaaten haben einmal mehr gezeigt, für wessen Interessen sie einstehen“ so Waitz abschließend.

Die Einigung ist nicht geeignet, die Klimawende einzuleiten. Erst diese Woche hatte der Europäische Rechnungshof bemängelt, dass die europäischen Agrarsubventionen die Klimakrise weiter befeuern. Das Ergebnis der Verhandlungen muss noch vom Europaparlament bestätigt werden. Die Plenarabstimmung wird voraussichtlich im Herbst stattfinden.
Rückfragen & Kontakt:
Inge Chen
Pressesprecherin Thomas Waitz
+32484912134
inge.chen@europarl.europa.eu

Stellungnahme der ÖBV-Via Compesina am 29.06.2021:

ÖBV: Köstinger verwässert EU-Agrarpolitik

Notwendige gerechte Verteilung, ökologische Wende und soziale Rechte fehlen

Die schwachen Beschlüsse zur GAP sind ein Symbol für die verfehlte Agrarpolitik der Vergangenheit. Köstingers Beschwörung vom fortgesetzten „österreichischen Weg“ verkennt die unzähligen Probleme, mit denen Bauern und Bäuerinnen tagtäglich ringen. In Europa wurde im Trilog die Chance vergeben, einen gemeinsamen Weg ins 21. Jahrhundert zu finden. Im Faktencheck haben wir bereits gezeigt, dass Köstingers große Worte mit gegenteiligen Taten in Brüssel verbunden sind.

siehe HP:
https://www.viacampesina.at/

 

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Jäger doch nicht von Wolf angefallen

KAMPF IM WALD
Ein Jäger ist sich sicher, ein Wolf habe ihn mehrfach gebissen. Gebissen wurde er tatsächlich, aber von einem ganz anderen Tier.
Klosterneuburg ·

Die österreichische Polizei dementiert die angebliche Wolfsattacke, von der Philipp K. aus Höflein in Niederösterreich den Medien berichtet hatte. Der Jäger war im dunklen Wald bei Klosterneuburg von einem Tier angefallen und mehrfach gebissen worden. Er war überzeugt, das könne nur ein Wolf gewesen sein. Das kann nicht stimmen, teilte die Polizei aus Klosterneuburg am Mittwoch auf Nordkurier-Nachfrage mit.

Lesen Sie auch: Wildschweine in Greifswald kennen die Straßenverkehrsordnung

Im Wienerwald gebe es keine Wölfe. „Das ist der Speckgürtel von Wien, da fahren jeden Tag Zigtausende Autos, alles voller Menschen, hier leben keine Wölfe”, hieß es von der Polizei. Anhand der Verletzungen des 33-Jährigen, seinen eigenen Erzählungen und den Aussagen anderer Jäger rekonstruierte die Polizei folgenden Hergang: Der Jäger schoss ein Wildschwein an. „Das war aber noch ziemlich lebendig. Ohne Waffe ging der Jäger zum Wildschwein, das hat ihn gebissen.”

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Philipp K. selbst hatte angegeben, das Wildschwein sei tot gewesen. Ein Wolf oder ein Wolfs-Misching habe ihn angegriffen. Durch Schläge und Schreie habe er das Tier verscheucht. Nach dem Vorfall wurden seine Wunden an Beinen und Arm im Krankenhaus behandelt, gesäubert und genäht. Eine ging bis auf den Knochen.

DNA Spuren von Kleidung oder Wunden wurden nicht genommen. „Das ist teuer und bringt nichts. Das ist bei uns nicht üblich. Verletzungen sind Verletzungen und werden versorgt”, so die Polizei.

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Wolf-Schafe-Almwirtschaft

Martin Balluch auf Twitter:
 
Statistik Austria 2019: Der Mensch tötet 3500 Mal so viele Schafe wie der Wolf, das Unwetter/Krankheit 85 Mal so viele, 7,5 % der Schafe auf der Alm sterben ohne Wolf durch Vernachlässigung, 0.09 % durch den Wolf. Wer ist das große Problem?
 
 

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Österreichische Millionenerbin spendet 90 Prozent ihres Vermögens und fordert Reichensteuer

Marlene Engelhorn wird bald zu den reichsten Menschen Österreichs gehören. Allerdings nicht lange. Denn die Millionen-Erbin hat vor, einen Großteil ihres Erbes zu spenden. Im ORF-Gespräch erklärt sie, warum sie sich dazu entschieden hat – und warum sie findet, dass sie stattdessen eigentlich mehr Steuern zahlen sollte.

Die Entscheidung, bis zu 90 Prozent ihres Erbes zu spenden, traf die Germanistikstudentin und angehende Multimillionärin, sobald ihr angekündigt wurde, dass sie von ihrer Großmutter erben würde. „Weil in Österreich Macht und Lebenschancen wahnsinnig ungleich verteilt sind,“ erklärt Marlene Engelhorn im ORF-Gespräch. 1 Prozent der Bevölkerung hält 40 Prozent des Vermögens. Zu diesem einen Prozent wird Engelhorn gehören – „und ich musste dafür nicht arbeiten“, sagt sie. Durch das „Geburtenglück“, reich zu erben, ergebe sich für sie die Verantwortung, ihr Vermögen „radikal zu teilen und einen sinnvollen Beitrag zu leisten“.

Einfluss der Reichen

Marlene Engelhorn spricht aus, wie die Macht der Reichsten auf die Politik Einfluss hat: „Es kann nicht sein, dass in einer Demokratie meine Stimme mehr wert ist als die einer anderen Person, weil ich mir den Einfluss auf die Politik und die Wirtschaft leisten kann“, urteilt sie.

Das Glück, Teil einer vermögenden Familie zu sein und schon vor dem Tod der Großmutter finanziell abgesichert zu sein, nutzt Engelhorn für den guten Zweck. Sie engagiert sich beim LGBTIQ-Verein Hosi, unterrichtet Deutsch, Englisch und Französisch. Zusätzlich ist sie Obfrau eines Vereins, der Menschen in Moldau im Winter mit Holzspenden versorgt.

Quelle: Kontrast.at vom 26.04.2021

 

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Herkunftskennzeichnung

Elisabeth Köstinger Twitter am 17.01.2019:
Um unsere Konsumenten & Landwirte zu stärken, braucht es eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung! Gemeinsam mit dem #BMGF, der #LKÖ & Vertretern unserer Bäuerinnen und Bauern sowie der Wirtschaft erarbeiten wir noch 2019 ein machbares & transparentes System. #IGW2019
 
Elisabeth Köstinger auf Twitter am 20.07.2020:
3. Farm to Fork – „Vom Hof auf den Tisch“ muss endlich dem Namen Rechnung tragen: Kurze Transportwege sind das Ziel. Vor allem braucht es eine Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Produkte in Europa. (3/3)
 

lkonline Landwirtschaftskammer Steiermark 01.02.2019:
Die von der Regierung geplante verpflichtende Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel im Handel und in der Gemeinschaftsverpflegung könnte bereits im nächsten Jahr oder 2021 kommen. Das kündigte Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger bei der Wintertagung 2019  in Wien an.  …
Herkunftsgekennzeichnet soll die Hauptzutat eines veredelten Produktes werden, wenn diese mehr als die Hälfte des gesamten Inhalts ausmacht. Diesbezüglich soll es bald Gespräche mit der Lebensmittelindustrie, mit den Sozialpartnern und den Wirtschaftsvertretern geben. Widerstand gibt es von der Nahrungsmittelindustrie, die eine Benachteiligung gegenüber ausländischen Produzenten, einen Mehraufwand und mehr Kontrollen befürchtet. Ebenso soll es zu einer verpflichtenden Auslobung für vegane und vegetarische Produkte kommen, die Herkunftskennzeichnung für bäuerliche Direktvermarkter, Gastronomie und Manufakturen soll hingegen freiwillig sein.

Thomas Waitz auf Twitter am 25.01.2021:
Gegen diese unnötigen #Tiertransporte braucht es bessere Rahmenbedingungen: – Verbot von Langstreckentransporten nicht von Muttermilch entwöhnter Kälber – #Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Eier und Milch in der Gastronomie – #Exportverbot von Lebendtieren in Drittstaaten
Gesundheitsminister Rudi Anschober auf Twitter am 27.01.2021:
Mit der in meinem Ministerium ausgearbeiteten Verordnung soll künftig die Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung für Speisen, die Rindfleisch oder Eier enthalten, verbindlich vorgeschrieben werden.

 

Der Standard
Herkunftskennzeichnung: Die wahre Henne-Ei-Frage

Der neue Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln würde heimische Landwirte stärken und die Klimabilanz aufbessern
Kommentar Nora Laufer am 1. April 2021, 17:51

Nicht wer zuerst kam, sondern woher, ist die eigentliche Henne-Ei-Frage. Beim Ei ist das zumindest im Supermarkt relativ einfach: Ob Bio, Freiland- oder Bodenhaltung, und auch das Herkunftsland sind selbst für mäßig geschulte Augen leicht herauszufinden. Schwieriger wird es bei der Henne: Beim marinierten Hendlfilet mit vielen Produktionsschritten wird die Nachverfolgung zur Detektivaufgabe. Gänzlich unmöglich wird es zumeist im Gasthaus. Ist es dem Wirt kein Herzensanliegen, den Ursprung seiner Lebensmittel zu offenbaren, tappen Gäste im Dunkeln. Gleiches gilt für viele Bäcker, Fleischer und für verarbeitete Lebensmittel.

Beim Versuch die Herkunft von Speisen im Gasthaus herauszufinden, tappen Gäste oft im Dunkeln.
Foto: Getty Images/iStockphoto

ÖVP und Grüne haben die Verantwortung hier lange genug hin- und hergeschoben. Nun liegt ein Vorschlag zur Herkunftskennzeichnung auf dem Tisch, die Umsetzung ist längst überfällig. Unterm Strich haben beide etwas davon: Die zusätzliche Angabe würde heimische Landwirte stärken und die Klimabilanz aufbessern, weil weniger energieintensive Produkte aus Übersee nachgefragt würden. Erfährt der Konsument, dass das Rind auf seinem Teller aus der Ukraine stammt und mit brasilianischem Gen-Soja gefüttert wurde, greift so mancher wahrscheinlich doch zum Würstel des steirischen Bauern.

Das Argument des Handels und der Gastronomie, dass Fleisch zum Luxusgut werde, hinkt. Durch die Angabe verschwinden Billighendlhaxen nicht aus dem Regal. Konsumenten erhalten aber eine wichtige Entscheidungsgrundlage. (Nora Laufer, 1.4.2021)

 

Die Presse Online am 25.04.2021:
Wie viel Österreich in “Made in Austria” steckt
Heimische Gütesiegel, die „Österreichische Qualität“ versprechen, sind oft irreführend. Warum steirisches Kernöl aus China kommt und heimische Fischfillets aus Italien.
Dass die FFP2-Masken von Hygiene Austria ursprünglich in China produziert werden, sorgte in den vergangenen Tagen für Irritationen. Die vermeintlich österreichischen Masken sind aber längst nicht die einzigen Produkte, wo Österreich drauf steht, in Wahrheit aber kaum Österreich drinnen steckt. Tatsächlich lässt sich der Ursprung eines Produktes in einer globalisierten Welt mit arbeitsteiligen Fertigungsprozessen in den meisten Fällen eben nicht auf ein bestimmtes Herkunftsland reduzieren. Aber freilich, „Made in Austria“ verkauft sich besser als „Made in China“.

Die rotweißrote Herkunfts-Kennzeichnung schmückt hierzulande mehr Produkte, als es in anderen Ländern üblich wäre. Der Verweis auf den österreichischen Ursprung eines Produktes geschieht häufig durch die Angabe „Made in Austria“ oder das „Austria Zeichen“, das von der Wirtschaftskammer vergeben wird. Dies bedeutet allerdings nicht, dass das Produkt tatsächlich zur Gänze in Österreich gefertigt wurde oder seine Rohstoffe zu 100 Prozent aus Österreich kommen. …

siehe auch:

https://www.derstandard.at/story/2000123605033/warum-strengere-herkunftskennzeichnung-fuer-fleisch-zu-scheitern-droht?ref=rss

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