AMA

 
 
 
Sebastian Bohrn Mena auf Twitter am 14.07.2021
 
Es sollte kein Steuergeld mehr für die Förderung des Mindeststandards ausgegeben werden. Auch nicht in Form dieser Werbung durch die #AMA, die kaum an Zynismus übertroffen werden kann. Das AMA-“Gütesiegel” muss dringend reformiert werden, von Grundauf!

 
Anmerkung: Der Text im AMA-Werbefoto ist nichtssagend und eine Beleidigung von LEBENSmittel und Tierwohl

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Offener Brief der ÖBV-Via-Campesina zur GAP

Anlässlich der Petition „Arbeitsplätze und Einkommen in der Landwirtschaft sichern – Doppelte Förderung der ersten 20 ha! hat die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV) heute einen offenen Brief an BM Köstinger, an alle Landwirtschaftskammerpräsident_innen und Agrarreferenten der Bundesländer geschickt.

Diese Forderung unterstützen 4.323 Personen, viele davon selbst direkt betroffene Bäuerinnen und Bauern, sowie die Ortsbauernausschüsse aus Angath und Rossbach. Nach Jahrzehnten des Höfesterbens und dem Abbau von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft ist es an der Zeit, eine Trendwende einzuleiten. Die aktuelle Reform der GAP und die Neuverteilung von Steuergeldern bietet eine historische Chance, die landwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Gemeinsam fordern wir Bundesministerin Köstinger, die Agrarlandesrät_innen und alle Funktionäre und Funktionärinnen der landwirtschaftlichen Interessenvertretung auf, folgende Maßnahme umzusetzen: Die doppelte Förderung der ersten 20 ha landwirtschaftliche Nutzfläche finanziert durch eine gerechtere Umverteilung innerhalb der Direktzahlungen.

„Wir stehen an einer entscheidenden Weggabelung: Wenn wir in Österreich weiterhin eine kleinteilige, vielfältige Landwirtschaft haben wollen, dann ist eine Umverteilung unbedingt notwendig. Die große Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich würde von dieser Maßnahme profitieren.“ so Ludwig Rumetshofer von der ÖBV. Mit dieser Umverteilung im österreichischen GAP-Strategieplan kann ein wesentlicher Schritt gesetzt werden, um die bäuerlichen Familienbetriebe zu unterstützen. Aus folgenden Gründen ist eine Umverteilung hin zu den kleinstrukturierten Betrieben besonders sinnvoll und sollte jetzt umgesetzt werden:

Die Einkommen sind in kleineren Betrieben wesentlich niedriger. Demgegenüber haben große Betriebe mit viel Fläche zusätzlich deutliche Vorteile bei Skaleneffekten und Ein- und Verkäufen. Größere Betriebe haben höhere Förderungen und müssen zugleich pro Hektar weniger Sozialversicherung zahlen. Dies erhöht zugleich den Druck auf Pachtpreise und verschärft das Einkommensgefällte. Weil wir mehr Bauern und Bäuerinnen für einen lebendigen ländlichen Raum mit guten Arbeitsplätzen brauchen. Die Gesellschaft will eine kleinstrukturierte Landwirtschaft und diese soll auch gefördert werden. In Kombination mit einer Junglandwirteförderung ist das ein echtes Signal: Landwirtschaft hat Zukunft! Weil die Bewirtschaftung kleinerer Feldstücke die Artenvielfalt und Ökologie, sowie die Landschaftsvielfalt fördert und durch viele verschiedene Höfe eine Nutzungsvielfalt mit vielen positiven Effekten entsteht: andere Schnittzeitpunkte, unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Anbau- und Erntezeitpunkte und damit Vielfalt in der Landschaft und gute Arbeitsplätze.  Weil eine kleinteilige und vielfältige Agrarstruktur besonders gut in der Lage sind, mit den Risiken durch die Klimakrise umzugehen und eine nachhaltige und resiliente Versorgung zu sichern.

„Die doppelte Förderung der ersten 20 Hektar hat breiten Rückhalt unter den Bauern und Bäuerinnen und in der Gesellschaft. Wir fordern die verantwortlichen Agrarpolitiker_innen auf nun Taten zu setzen: Für mehr Gerechtigkeit, Arbeitsplätze und sichere Einkommen in der Landwirtschaft und in den ländlichen Räumen!“ so Rumetshofer abschließend.

https://www.viacampesina.at/

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Wolf-Schafe-Almwirtschaft

Martin Balluch auf Twitter:
 
Statistik Austria 2019: Der Mensch tötet 3500 Mal so viele Schafe wie der Wolf, das Unwetter/Krankheit 85 Mal so viele, 7,5 % der Schafe auf der Alm sterben ohne Wolf durch Vernachlässigung, 0.09 % durch den Wolf. Wer ist das große Problem?
 
 

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Erntehelfer – in Wirklichkeit moderne Sklaven

Legner: Skandalöse Haltung von Österreich und vor allem von der Landwirtschaftsministerin  und einiger anderer EU-Staaten zum geplanten EU-Kürzung von Förderungen, falls gesetzliche Vorschriften nicht eingehalten werden.

Stefan Schulmeister auf Twitter:
In Südeuropa werden Erntehelfer wie Sklaven gehalten. EU-Parlament: Förderung nur, wenn gesetzl. Mindeststandards gelten. Österr. Ministerin: Nein. Sie möchte die Lage lieber erst “intensiv betrachten”. Also: Weitere 7 Jahre Ausbeutung. Türkis-christlich-sozial.

https://radiothek.orf.at/oe1/20210324/631575/1616566451000

Das Parlament in Österreich beschließt am 25.03.2021 einstimmig, dass Erntehelfern bei ihrer Arbeit Wasser zur Verfügung gestellt werden muss.
Anmerkung von Legner: “Welch ein Hohn, beschämend.

 

Weitere Links:
https://noe.orf.at/stories/3066662/

https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/14086636/Skandaloese-Arbeitsbedingungen-fuer-Erntehelfer/14889877

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Rinderhaltung standortgerecht? tiergerecht? leistungsgere cht?

Bei der Ende Jänner 2021 durchgeführten Wintertagung gab es mehrere Vorträge und Mediathekbeiträge über standortgerechte Rinderhaltung, artgerechte Tierhaltung, Züchtung und Fütterung.
Leider fehlten konkrete Zahlen über Leistungsziele, Zusammensetzung des Kraftfutters, Sojafreiheit.

In den geltenden Produktionsrichtlinien der BioAustria vom Dezember 2020 wurde folgendes festgehalten:
3. Tierproduktion
3.1 Haltung von Rindern
       “BIO AUSTRIA-Betriebe respektieren Leistungsgrenzen in der Milchviehhaltung. Milchviehherden mit einer durchschnittlichen Milchleistung von über 10.000 kg Milch entsprechen nicht dem Zuchtziel von BIO AUSTRIA.
In der Milchviehzucht werden Stiere mit einem überdurchschnittlichen Zuchtwert in den Merkmalen Fitness und Nutzungsdauer (beide größer als 110) eingesetzt und es wird auf Stiere mit einem sehr hohen Milchkilogramm-Zuchtwert verzichtet.

Aktuell gibt es eine Audiodarstellung der BioAustria mit dem Titel: “Weshalb Biokühe keine Klimakiller sind, sondern wichtig für die BioLandwirtschaft.

Tipp der BioAustria, “weshalb Biokühe keine Klimakiller sind”

Dazu wird festgestellt, dass Rinder mit dem Vierfachmagen geniale Raufutterverwerter sind und bei art- und leistungsgerechter Haltung mit wenig Kraftfuttergabe auf Grünland zur Humusanreicherung und damit CO2-Speicherung beitragen.
Milchkühe mit einer Jahresleistung von 10.000 kg Milch erhalten 50 % der Energie aus dem Kraftfutter!
Daher sollen im Hinblick auf den drohenden Klimawandel traditionelle als auch Bio-Milchkuhhalter eine Jahresmilchleistung von rund 6.000 bis max. 8.000 kg anstreben.

Vergleiche dazu die Inhalte der Online-Seite der BioAktuell.ch über die
Milchviehhaltung:

“Das langfristige Hauptzuchtziel für die Milchkuh kann wie folgt umschrieben werden: Effiziente Umwandlung des standortgemäss anfallenden Grundfutters in Milch und/oder Fleisch. Die Milchlebensleistung konkretisiert dieses Zuchtziel und verbindet die beiden wichtigsten ökonomischen Faktoren der Milchviehhaltung (Milchleistung und Nutzungsdauer) mit einer guten Gesundheit, Fruchtbarkeit und Konstitution. Das Ziel für milchbetonte Kühe ist eine standortgerechte Milchlebensleistung von 30 – 50’000 kg bei mindestens 6 – 8 Laktationen mit  4500 – 6000 kg Milch pro Jahr.”

https://www.bioaktuell.ch/tierhaltung/rindvieh/milchviehhaltung.html


Es gibt einige lobenswerte Initiativen wie Ochsenhaltung in der Steiermark, und Weinviertel, Kurzrasenweide, extensive Milchviehhaltung in der Gemeinde Hatzenstädt (mit Biosennerei Hatzenstädt), Biomilchkuhhalter mit deutlich niedriger Leistung als in den Produktionsrichtlinien der BioAustria.

Alpungsprämie

Auch die Förderungsvoraussetzungen in den Öpul-Programmen der letzten drei Förderperioden für die Alpungsprämie und Behirtungszuschlag u.a. mit der Formulierung: “Die natürliche Futtergrundlage der Alm muss für die aufgetriebenen RGVE ausreichend sein. Zulässig: Ausgleichsfütterung (Heu, Mineralstoffergänzung, Kraftfutter).” ist viel zu ungenau formuliert, Es kann fast un beschränkt Kraftfutter und Heu auf die Alm transportiert werden.
Vorbildhaft die Schweizer sömmerungsverordnung , in der genau festgeschrieben wird, dass pro Almsommer max. 100 kg Kraftfutter und 100 kg Heu auf der Alm beigefüttert werden dürfen. Bei der Almevaluierung 2010 in Wien wurde über dieses Manko in Österreich diskutiert, geändert hat sich nichts, seit 20 Jahren wird z.T. mit viel Beifütterung aus dem Tal sogenannte “Almmilch” erzeugt.

https://www.hatzenstaedt.at/de/partner/432/praesentation/hatzenstaedt

https://alpwirtschaft.com/category/innovationen/https://www.metropolis-verlag.de

Fachbeitrag von Dr. Anita Adel, Buchautorin “Die Kuh ist kein Klimakiller”:

/Die-Kuh-ist-kein-Klimakiller%21/1463/book.do

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GAP-Reform: Bäuerinnen für Chancengleichheit am Land!

ÖBV fordert: Gelder für ländliche Entwicklung jetzt gerecht verteilen!
Aktuell wird in Österreich darüber entschieden, wen die ländliche Entwicklung in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in den nächsten zehn Jahren finanziell unterstützen wird. Obwohl besonders Frauen aus ländlichen Gebieten abwandern, werden in der Agrarpolitik männlich dominierte Arbeitsplätze stärker gefördert. Deshalb fordern Bäuerinnen und Frauen im ländlichen Raum Landwirtschaftsministerin Köstinger und Frauenministerin Raab auf, Chancengleichheit von Frauen und Männern jetzt umzusetzen und eine gerechte Verteilung der Fördergelder sicherzustellen. Warum das wichtig ist, zeigen die Bäuerinnen in einem Video auf.

Zehn Videos-StatementsBrief an Ministerinnen
https://www.youtube.com/watch?v=oFC5SDjZ-yM&feature=emb_logo

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Doppelte Förderung der ersten 20 ha

Zur laufenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) fordern Bauern und Bäuerinnen aus ganz Österreich eine gerechtere Agrarpolitik ein. In einem Kurzvideo zeigen ÖBV Bauern und Bäuerinnen klar und direkt anhand ihrer Höfe, dass es jetzt die doppelte Förderung der ersten 20 ha in der ersten Säule braucht. Das muss durch eine gerechte Umverteilung innerhalb der Direktzahlungen finanziert werden.


Jetzt die ÖBV Petition mit dieser Forderung unterstützen!

https://www.viacampesina.at/doppelte-foerderung-der-ersten-20-ha/

Sehr innovative unabhängige bäuerliche Organisation:
https://www.viacampesina.at/

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Green Deal schmeckt den Bauern gar nicht

Hans Gmeiner in der Salzburger Nachrichten am 21.01.2021

WIEN. “Wir sind auf jeden von euch angewiesen, um mit innovativen Ideen und dem Willen zu Veränderung den europäischen Green Deal auch für die Landwirtschaft zum Antriebsmotor zu machen.” Nicht einmal die Tatsache, dass EU-Kommissar Johannes Hahn bei der diesjährigen Agrar-Wintertagung des Ökosozialen Forums die Bauern bei der Ehre zu nehmen versuchte, vermochte bei den heimischen Agrariern zu verfangen.

 

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Weide-Wald

Waldweideflächen auf Waldweiden, Heimweiden, Agrargemeinschaftswäldern…

 

Nach der  Bauernbefreiung und Aufhebung der Grundlasten wurde das Kaiserliche Patent im Jahre 1853 erlassen. Durch eigene Lokal- und Landeskommissionen wurden die Waldnutzungsrechte in 30-jähriger Tätigkeit mit über 7.400 Servitutenregulierungsurkunden erfasst. Österreichweit sind rund 40.000 landwirtschaftliche Betriebe eingeforstet mit jährlich 330.000 fm Brenn-, 95.000 fm Nutzholz und insgesamt 170.000 Rindergräsern, dabei ist die  Österreichische Bundesforste-AG auf ihrem Besitz mit dem Großteil der Rechte belastet (z.B. 95 % der Weiderechte).

Die Waldweide stellt im Alpenraum eine uralte Nutzungsform dar und hat seit der Besiedelung unseres Lebensraumes über Jahrtausende hinweg entscheidend zur Existenzsicherung der bergbäuerlichen Bevölkerung beigetragen.

 

 

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