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Kirche und Bauern waren eine eingeschworene Gemeinschaft. Diese Zeiten sind vorbei. Nun verursacht eine Studie der Kirche Ärger, die eine andere Landwirtschaft fordert. Ist das Verhältnis noch zu retten?
Von Uwe Ritzer
An diesem warmen Sonntag Anfang September sind sich katholische Kirche und Bauern wieder einmal besonders nah. Ein Heuballen als Altar, davor eine bunte Deko-Weltkugel und zwei Milchkannen mit Sonnenblumen – am „Moarhof“ in Königsdorf südlich von München feiern mehrere Dutzend Gläubige auf einer Weide Gottesdienst. Statt einer Orgel liefern Kuhglocken den Sound der „Bauernhofkirche“, die sich Studierende der Katholischen Stiftungshochschule Benediktbeuern ausgedacht haben. Weil die Kirche wieder näher zu den Menschen müsse, sagen sie. Und um mehr Bewusstsein für die Landwirtschaft zu schaffen.
Keine Branche ist so eng verwoben mit Kirche und Glauben wie die Landwirtschaft. Schöpfung und Nahrungsmittelerzeugung – beim Umgang mit Böden und Tieren, der Produktion von Fleisch und Milch oder dem Anbau von Feldfrüchten korrespondieren christlich-ethische Perspektiven und ökonomische Interessen. Jahrhundertelang bildeten Kirche, Bauern und Politik (in Bayern hieß das vor allem: die CSU) einen machtpolitischen Dreiklang; ihr Miteinander schien in deutschen Landen ein Naturgesetz zu sein. Doch die Dinge ändern sich rasant. Kirche und Landwirtschaft entfernen sich voneinander: Beider Einfluss schwindet, denn die Bauern werden immer weniger und den Kirchen laufen die Leute davon. Auch der Zusammenhalt bröckelt – und gerade gibt es wieder einmal richtig Ärger.
Er begann drei Tage nach der „Bauernhofkirche“ an der Hochschule für Philosophie in München, als deren Präsident Johannes Wallacher, Professor für Sozialwissenschaften und Wirtschaftsethik, am 11. September eine Studie vorstellte. Die Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hatte sie bei einer Sachverständigenkommission in Auftrag gegeben, deren Vorsitzender Wallacher ist. Was die 13 Experten auf 76 Seiten unter dem Titel „Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Biodiversität: Ethische Perspektiven für die globale Landnutzung“ empfehlen, läuft auf nicht weniger als eine andere Landwirtschaft hinaus. Eine, die nicht mehr auf Teufel komm raus produziert, sondern neben wirtschaftlichem Ertrag das Gemeinwohl gleichwertig im Blick hat, mindestens. Den Klimaschutz zum Beispiel, die Artenvielfalt, das Trinkwasser. Weil weltweit, aber auch in Deutschland Boden immer knapper wird, brauche man einen vorsichtigeren Umgang damit. Und deswegen auch eine andere Landwirtschaftspolitik, die Bauern für gemeinwohlorientierte Bewirtschaftung belohne, anstatt flächenbezogen zu subventionieren.
Kaum war die Studie veröffentlicht, ging der Sturm los. „Kirche macht Landwirte zu Umweltsündern“, titelte das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt, Zentralorgan der Branche im Freistaat. Der Kommentator des Blattes interpretierte die Studie als katholische „Anbiederung an die städtische Klientel“, wo Landwirte ihre Kritiker hauptsächlich verorten. Ein Kreisobmann des Bauernverbands warf der Kirche gar vor, mit „marxistischen Ideen in linken Berliner Szenevierteln um Mitglieder zu werben“. Landwirte drohten reihenweise mit Kirchenaustritt, und die Kommentarspalten landwirtschaftlicher Blogs laufen mit wütenden Posts aus ganz Deutschland voll. Tenor: Ausgerechnet von der Partnerinstitution Kirche würden die Landwirte schlechtgemacht, pauschal verurteilt und vor den Kopf gestoßen.
Die Empörung macht auch vor Herzkammern des deutschen Katholizismus nicht halt, vor Altötting zum Beispiel, dem berühmtem Marien-Wallfahrtsort. In einem Vorort weigerten sich Landfrauen, die beim Erntedankfest übliche „Erntekrone“ für den Altar ihrer Kirche mit Blumen, Sträuchern und Feldfrüchten zu schmücken. „Wir mussten ein Zeichen setzen, dass wir den Umgang der Kirche mit uns so nicht mehr hinnehmen“, sagt Kreisbäuerin Gabriele Eberl. „Ich bin entsetzt, wie man uns vor den Kopf stößt. Wer engagiert sich denn in den Pfarreien? Wer schmückt die Altäre, arbeitet stundenlang unentgeltlich beim Pfarrfest, betreut Jugendgruppen und engagiert sich, wo immer nötig? Auf dem Land sind das doch vor allem die Bauernfamilien.“
Diese Wut und Enttäuschung sind Signale dafür, dass etwas ins Rutschen geraten ist zwischen katholischer Kirche und Bauernschaft. Allerdings nicht erst am 11. September, als die Studie vorgestellt wurde. Die Entfremdung begann spätestens 2015, als Papst Franziskus seine Enzyklika „Laudato si“ veröffentlichte. Sie ist ein Manifest für ein anderes Wirtschaften, für soziale Gerechtigkeit, die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und vor allem konsequenten Klimaschutz. Noch nie hatte ein Papst ökologische Themen derart unmissverständlich aufgegriffen und in eine Wegweisung für die weltweit 1,4 Milliarden Katholiken für den Umgang mit der Schöpfung verwandelt. Sonderlich viele Schnittmengen mit den Positionen des Deutschen Bauernverbands weist „Laudato si“ nicht auf.
Es liegt sicher auch, aber nicht nur an der Enzyklika, dass Vertreter der katholischen Kirche immer häufiger mit Landwirten aneinandergerieten: Priester und Bischöfe zum Beispiel, die in Bayern für das Volksbegehren „Artenschutz – Rettet die Bienen“ warben. Oder das bischöfliche Hilfswerk Misereor, weil es mit Greenpeace die Forderung erhob: „Kein Essen in Trog und Tank“. Der Zoff macht auch vor protestantischen Kirchenpforten nicht halt. Als 2023 beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Nürnberg bevorzugt fleischlose Biokost angeboten wurde, hagelte es Bauernproteste. Wenige Monate zuvor hatte ein Hamburger Pastor norddeutsche Bauern scharenweise gegen sich aufgebracht, weil er zum Erntedankfest geschrieben hatte: „Die industrielle Landwirtschaft kommt längst ohne Gott aus. Wem soll ich da danken, also ernsthaft? Dem Kunstdüngerkonzern? Passt doch nicht, oder?“
Anruf bei der Katholischen Landvolkbewegung (KLB), die ihrem Namen entsprechend tief im ländlichen Raum wurzelt und daher ein tauglicher Seismograf für das Verhältnis untereinander ist. „Es gibt keinen Zweifel“, sagt Bundesgeschäftsführerin Bettina Locklair, „die Konflikte werden sich weiter zuspitzen, weil die Konkurrenzen um Grund und Boden, um Wasser und andere Ressourcen sich zuspitzen. Allein deshalb kann es auch in der Landwirtschaft kein ‚Weiter-so‘ geben. Die Notwendigkeit im Umgang mit der Natur und vor allem unseren Böden, etwas grundlegend zu ändern, wird mit Blick auf den Klimawandel immer größer. Auch weil die Bauern selbst vom Klimawandel stark betroffen sein werden.“ Das sehen auch manche Landwirte ähnlich, zumindest jenseits des Deutschen Bauernverbands. „Die Klimaerwärmung, ein dramatisches Artensterben, die Verschmutzung des Grundwassers durch Einträge von Nitrat und chemischen Pflanzenschutzmitteln sind Probleme, die sich nicht in Luft auflösen, wenn man sie ignoriert“, so die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Und was die Kirche angeht, habe diese sogar die Pflicht, sich einzumischen, wenn es um die Schöpfung gehe.
Bei der Deutschen Bischofskonferenz scheint man über die Heftigkeit der Bauernproteste dennoch irritiert. Die Studie sei keine offizielle Verlautbarung der Bischöfe, sondern Expertise einer Arbeitsgruppe, sagt der DBK-Sprecher. Sie stelle Landwirte auch nicht unter Generalverdacht, sondern erkenne ihre Leistungen explizit an. „Das Spannungsfeld, in dem Landwirte arbeiten, nimmt breiten Raum in der Studie ein. Es wird darin nicht weniger, sondern mehr Anerkennung für die fundamentalen Leistungen von Landwirten gefordert.“ Inklusive „einer finanziellen Honorierung umwelt- und landschaftspflegender Dienste, die Landwirte für das Gemeinwohl erbringen.“ Auf bayerischer Ebene trafen sich Anfang der Woche Vertreter beider Seiten und versprachen sich wechselseitig „eine Versachlichung der Debatte“, wie es hieß. Es gebe bei genauerer Betrachtung nämlich „viel mehr inhaltliche Übereinstimmungen als Differenzen“.
Auch außerhalb der Landwirtschaft verfolgen Katholiken den weiteren Fortgang mit Interesse. Schließlich sind die Kirchen in Deutschland selbst einer der größten Grundbesitzer; einer Berechnung des Thünen-Instituts gehören ihnen etwa 2,3 Prozent der Flächen – etwa viermal mehr als dem Bund. Und davon wird bei Weitem nicht jede Fläche nachhaltig boden- und klimaschonend verwendet. So gesehen ist die Studie auch ein Lackmustest für die Glaubwürdigkeit der Kirche selbst.
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Beitrag von Monika Nimmerrichter im Der Standard vom 13.07.2024
Kommentar Der Anderen
Seite 39
Viele Argumente gegen das Gesetz sind reine Parteipropaganda. Auch „die“ Landwirte gibt es nicht.
Als Nebenerwerbslandwirtin verfolge ich die Diskussion über dieses Gesetz sehr genau – und beobachte, in wie vielen landwirtschaftlichen Publikationen gegen dieses Gesetz Stimmung gemacht wurde. Nicht aus Sorge um uns Landwirtinnen, sondern aus parteitaktischen Überlegungen. Da wurde die Bedrohung der Ernährungssicherheit in den Raum gestellt, mit Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte argumentiert und den Landwirt:innen eine weitere Zunahme der bürokratischen Tätigkeiten und sogar Enteignungen prognostiziert. Leider ist nach wie vor der Großteil der Landwirt:innen nicht in der Lage oder nicht willens, diese Argumente als das zu entlarven, was sie sind: reine Parteipropaganda. Immer noch glauben viele das, was man ihnen seitens ihrer Interessenvertretungen „vorbetet“. Diese Interessenvertretungen vertreten aber schon lange nicht mehr die Interessen der kleinstrukturierten österreichischen landwirtschaftlichen Betriebe, sondern die Interessen der Agrarindustrie.
In ihren Sonntagsreden sind die Vertreter:innen des Bauernbunds und des Wirtschaftsbunds alle uneingeschränkt für Naturschutz, unter der Woche werden täglich mehr als zehn Hektar der besten landwirtschaftlichen Böden in Bauland, Industriegebiet oder Verkehrsflächen umgewidmet und zubetoniert. Und dann argumentieren genau diese Entscheidungsträger:innen beim Renaturierungsgesetz damit, dass durch dieses Gesetz die Ernährungssicherheit gefährdet wird!
Als Nebenerwerbslandwirtin verfolge ich die Diskussion über dieses Gesetz sehr genau – und beobachte, in wie vielen landwirtschaftlichen Publikationen gegen dieses Gesetz Stimmung gemacht wurde. Nicht aus Sorge um uns Landwirtinnen, sondern aus parteitaktischen Überlegungen. Da wurde die Bedrohung der Ernährungssicherheit in den Raum gestellt, mit Preissteigerungen für landwirtschaftliche Produkte argumentiert und den Landwirt:innen eine weitere Zunahme der bürokratischen Tätigkeiten und sogar Enteignungen prognostiziert. Leider ist nach wie vor der Großteil der Landwirt:innen nicht in der Lage oder nicht willens, diese Argumente als das zu entlarven, was sie sind: reine Parteipropaganda. Immer noch glauben viele das, was man ihnen seitens ihrer Interessenvertretungen „vorbetet“. Diese Interessenvertretungen vertreten aber schon lange nicht mehr die Interessen der kleinstrukturierten österreichischen landwirtschaftlichen Betriebe, sondern die Interessen der Agrarindustrie.
In ihren Sonntagsreden sind die Vertreter:innen des Bauernbunds und des Wirtschaftsbunds alle uneingeschränkt für Naturschutz, unter der Woche werden täglich mehr als zehn Hektar der besten landwirtschaftlichen Böden in Bauland, Industriegebiet oder Verkehrsflächen umgewidmet und zubetoniert. Und dann argumentieren genau diese Entscheidungsträger:innen beim Renaturierungsgesetz damit, dass durch dieses Gesetz die Ernährungssicherheit gefährdet wird!
Viele Biobetriebe sehen in diesem Renaturierungsgesetz eine Bestätigung dafür, dass sie auf dem richtigen Weg sind, um auch in Zukunft noch einen natürlichen Lebensraum zur Verfügung zu haben, wo sie Lebensmittel erzeugen können, die den Begriff tatsächlich verdienen. Und daher ist es eindeutig falsch, wenn der Landwirtschaftsminister behauptet, „die“ Landwirte seien gegen das Renaturierungsgesetz. Immerhin werden in Österreich 25 Prozent der Flächen naturnah nach biologischen Standards bewirtschaftet. Und diese Biolandwirt:innen wissen genau, warum sie das tun. Sie wissen, dass es unsinnig ist, immer mehr Ertrag aus den landwirtschaftlichen Flächen herauswirtschaften zu müssen. Sie wissen, wie wichtig es ist, die Bodenversiegelung wirklich zu stoppen und den Bächen und Flüssen wieder mehr Raum zu geben.
Als Biobäuerin zähle und dokumentiere ich seit vielen Jahren das Vorkommen bestimmter Pflanzen und Tiere auf unseren landwirtschaftlichen Flächen – und weiß daher, welche Auswirkungen welche Maßnahme auf die Biodiversität hat.
Beim Renaturierungsgesetz geht es um viel mehr als um unsere eigenen Befindlichkeiten. Es ist dringend notwendig, um die Auswirkungen des Klimawandels zumindest ein wenig einzudämmen. Umweltministerin Leonore Gewessler hat die wohl wichtigste Entscheidung ihrer Amtszeit getroffen. Nicht nur für Österreich, sondern für die gesamte EU.
Monika Nimmerrichter ist pensionierte Nebenerwerbsbäuerin in Niederösterreich. Im Text wurde eine von der Autorin bevorzugte gegenderte Schreibweise
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https://orf.at/stories/3351496/
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https://tirol.orf.at/stories/3248204/ 09.03.2024
Die Vereinten Nationen haben die heimische Heuwirtschaft als erstes „landwirtschaftliches Kulturerbe“ von globaler Bedeutung im deutschsprachigen Raum anerkannt. Samstagnachmittag gab es dazu einen Festakt in Salzburg. Die Arbeitsweise hat in Tirol einen großen Stellenwert.
Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, würdigt landwirtschaftliche Systeme, die seit Generationen von Bäuerinnen und Bauern entwickelt wurden, um Lebensmittel bereitzustellen, alte Traditionen zu bewahren und natürliche Ressourcen zu schützen.
Für das Weltkulturerbe sind bestimmte Kriterien zu erfüllen: Es muss ein einzigartiges landwirtschaftliches Produktionssystem sein, das räumlich abgegrenzt und dessen Erhalt für die Zukunft essenziell ist. Als Voraussetzung gilt unter anderem der geschichtliche Hintergrund eines Gesamtsystems, das sich ständig weiterentwickelt. „Ein landwirtschaftliches Weltkulturerbe muss eine weltweite Bedeutung als Modell für eine nachhaltige Landwirtschaft haben, die ein wertvolles Erbe darstellt. Die traditionelle Heuwirtschaft im österreichischen Alpenbogen erfüllt diese Kriterien in herausragender Weise. Sie gilt als das erste landwirtschaftliche Weltkulturerbe im deutschsprachigen Raum“, sagt Yoshihide Endo von der FAO beim Festakt in Salzburg mit rund 800 Gästen.
Die Heumilch ist als Weltkulturerbe gleichauf mit dem Parmaschinken oder dem Champagner. Mitorganisiert wird das Erfolgskonzept von Innsbruck aus. Die ARGE Heumilch hat hier ihren Sitz. Die Heumilchwirtschaft ist die ursprünglichste Form der Milcherzeugung. Heumilchkühe bekommen frische Gräser und Kräuter im Sommer und Heu im Winter. Auf vergorene Futtermittel wie Silage wird gänzlich verzichtet. Als Basis gilt Dauergrünland, also Wiesen, Weiden und Almen, die auf natürliche Weise mindestens fünf Jahre ohne einen Umbruch zu einem Acker für die Futtergewinnung genutzt werden.
…vereinigt ca. 7.000 Heumilchbäuerinnen und Bauern, sowie mehr als 70 Molkereien, Käsereien, Sennereien und Vermarkter in Österreich und dem Allgäu. Die Mitglieder der ARGE arbeiten nach strengen Normen, deren Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Aktuell werden pro Jahr ca. 590 Millionen Kilogramm Heumilch gesammelt.
Dazu kommen einige weitere Qualitätsvorgaben. Tirol ist bei der Heuwirtschaft stark vertreten, sagt die Geschäftsführerin der ARGE Heumilch, Christiane Mösl. Was die Menge betreffe, ist „Tirol das stärkste Heumilch-Bundesland. Unsere Verarbeiter sammeln rund 158 Millionen Kilogramm, fast 50 Prozent der gesamten Milchmenge falle in Tirol auf Heumilch.“
Heumilch hat seit dem Jahr 2016 einen in ganz Europa geltenden Produktschutz. Dazu kommt das österreichische Heumilch-Regulativ. Dass die Wirtschaftsweise bis heute praktiziert wird, sei nicht nur den kleinen Strukturen mit familiengeführten Höfen in den Bergregionen, sondern vor allem der großen Käsetradition zu verdanken. Christiane Mösl: „Wir kommen ganz klassisch aus dem Käsebereich, weil Heumilch die Spezialmilch für die Käserei ist. Sie hat eine sehr hohe Güte, um daraus Rohmilch-Hartkäsespezialitäten wie einen Tiroler Bergkäse zu produzieren.“
Von der am Samstag gefeierten Würdigung erwartet man sich viel: „Wir bekommen dadurch natürlich auch internationale Sichtbarkeit und werden die Heumilch mit dieser Auszeichnung wieder über die Grenzen hinaus bekannter machen können“, sagt die Geschäftsführerin der ARGE Heumilch, Christiane Mösl.
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Vorwort
Dieses Buch ist das Produkt einer langjährigen freundschaftlichen wissenschaftlichen und politischen Kooperation der beiden Autoren. Nach anfänglichen Zweifeln und Suchprozessen, ob wir es uns in dieser sich rasch verändernden und unübersichtlichen Welt zutrauen können, das große Ganze zu denken, haben wir es aus unserer Sicht zu einem guten Ende gebracht. Doch es wäre in der vorliegenden Form nicht möglich gewesen ohne die vielen Diskussionen, Anregungen und Rückmeldungen zu Kapitelentwürfen und einzelnen Argumentationsgängen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Beteiligten. Wir schätzen uns sehr glücklich, in inhaltlich derart inspirierende und solidarische Kontexte eingebunden zu sein. Zuvorderst ist der Rosa-Luxemburg-Stiftung – und allen voran Mario Candeias und Barbara Fried, damalige Direktor*innen des Instituts für Gesellschaftsanalyse (IfG) – für die Gewährung von Forschungsstipendien zu danken, mit denen wir zwischen 2021 und 2023 die Grundlage zu diesem Buch legen konnten. Ein wichtiger Diskussionszusammenhang während dieser Zeit war neben dem monatlichen IfG-Kolloquium der Jour fixe »Ökosozia- listische Strategien«. In diesem Rahmen haben wir uns zehnmal getroffen, um begrifflich, konzeptionell und ausgehend von konkreten Erfahrungen in Bereichen wie Energie, soziale Infrastrukturen, Landwirtschaft oder Mobilität die Eckpunkte eines emanzipatorischen sozial-ökologischen Projekts zu diskutieren. Wir danken allen Teilnehmer*innen und Vortragenden für die vielfältigen Anregungen. Besonders bedanken wir uns bei Nina Treu, die den Jour fixe koordiniert hat. …
Kapitel 1
Kapitalismus und Klimakrise
Die sozial-ökologische Krise ist so schwerwiegend, dass wir uns der Realität des Kollapses nicht entziehen können: Er findet statt und wir müssen jetzt Entscheidungen treffen. Maristella Svampa 1 Im Jahr 2022 sorgte eine Gruppe prominenter Klimaforscher*innen für Aufsehen. Das internationale Team warnte vor der Gefahr eines möglichen climate endgame.2 Die Klimakrise, so das Argument, könnte sich zu einer globalen Katastrophe entwickeln, die nicht nur den Kollaps von Gesellschaften, sondern die komplette Auslöschung der Menschheit zur Folge haben würde. Die gängigen Klimaszenarien unterschätzten diese Möglichkeit. Sie konzentrierten sich zu sehr darauf, die Auswirkungen eines Temperaturanstiegs um 1,5 oder 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter abzubilden. Gegenwärtig steuere die Welt aber auf einen Anstieg von 2,1 bis 3,9 Grad bis zum Jahr 2100 zu. Die damit verbundenen Risiken, vor allem jene, die aus der wechselseitigen Verstärkung unterschiedlicher Krisen resultieren – Klimakrise, Biodiversitätsverlust oder Pandemien –, seien noch zu unbekannt, um das Schlimmste auszuschließen. Wir sollten daher ernsthaft auch mögliche worst-case-Szenarien analysieren. Zu diesem Zweck schlagen die Klimawissenschaftler*innen Untersuchungen vor, die neben der Modellierung von Risiko-Kaskaden und extremen Temperaturanstiegen auch die Erforschung von früheren gesellschaftlichen Zusammenbrüchen beinhalten. Bemerkenswert an dem climate-endgame-Text ist zweierlei: Zum einen werfen die Autor*innen äußerst dringende und relevante Fragen auf. Ihre Annahme, dass alles noch schlimmer kommen könnte als in den bisher entwickelten Szenarien vorhergesagt, klingt durchaus plausibel: So zeigt der Copernicus Climate Change Service in einer Studie, dass das Jahr zwischen November 2022 und Oktober 2023 wahrscheinlich das wärmste seit 125.000 Jahren war.3 Dazu kommen die jüngsten politischen Entwicklungen wie Kriege, umweltpolitisches Versagen und der Aufstieg einer autoritären Rechten. Umso auffälliger ist es zum anderen, dass sich die vorgeschlagene Forschungsagenda nahezu gänzlich über die gesellschaftlichen Ursachen der Klimakrise ausschweigt: über die ihr zugrunde liegenden sozialen Verhältnisse und die Akteure,4 die eine Katastrophe vielleicht noch verhindern könnten. Um was genau wird beim climate endgame gespielt? Wer sind die Spielerinnen und Spieler? Spielen sie alle mit denselben Voraussetzungen oder starten einige mit einem riesigen Sack voller Macht und Geld, während die anderen eher schlechte Karten haben? Wer bestimmt die Spielregeln? Und arbeiten in diesem makabren Spiel wirklich alle darauf hin, den worst case möglichst zu verhindern? Solche Fragen sucht man in dem Text vergeblich. Wenn es ums Ganze der Menschheit geht, so ließe sich die implizite Prämisse etwas überspitzt charakterisieren, dann zählen primär die harten naturwissenschaftlichen Fakten. Mit sozialwissenschaftlichen Differenzierungen kann man sich nicht länger aufhalten. Schließlich sitzen alle im selben Boot. Und das droht akut zu sinken. Die Autor*innen des endgame-Textes lassen sich den Erdsystemwissenschaften zurechnen. Diese befassen sich mit den ganz großen Fragen: den »planetaren Grenzen« oder dem Übergander Menschheit in ein neues Erdzeitalter namens »Anthropozän«. Zunehmend werfen sie auch einen Seitenblick auf die sozialen Dimensionen der ökologischen Krise: Sie nehmen zur Kenntnis, dass soziale Ungleichheit ein Krisentreiber ist, und merken kritisch an, dass diejenigen, die am wenigsten Verantwortung für die Krise tragen, am stärksten von ihr betroffen sind. Nach den gesellschaftlichen Verhältnissen, die diese Ungleichheiten hervorbringen, fragen sie jedoch nur selten.5 Eher scheint die Überzeugung vorzuherrschen, dass die dramatischen Befunde irgendwann schon aufrütteln würden, dass »die Macht« in Form von staatlichen und gesellschaftlichen Entscheidungsträger*innen letztlich nicht mehr umhinkönne, »der Wahrheit«, also der Wissenschaft, Gehör zu schenken und deren Erkenntnisse in eine wirksame Krisenpolitik zu übersetzen. »Die effektive Kommunikation der Forschungsergebnisse wird entscheidend sein«, schreiben die endgame-Autor*innen hoffnungsvoll.6
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Vorwort
Dieses Buch ist das Produkt einer langjährigen freundschaftlichen wissenschaftlichen und politischen Kooperation der beiden Autoren. Nach anfänglichen Zweifeln und Suchprozessen, ob wir es uns in dieser sich rasch verändernden und unübersichtlichen Welt zutrauen können, das große Ganze zu denken, haben wir es aus unserer Sicht zu einem guten Ende gebracht. Doch es wäre in der vorliegenden Form nicht möglich gewesen ohne die vielen Diskussionen, Anregungen und Rückmeldungen zu Kapitelentwürfen und einzelnen Argumentationsgängen. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Beteiligten. Wir schätzen uns sehr glücklich, in inhaltlich derart inspirierende und solidarische Kontexte eingebunden zu sein. Zuvorderst ist der Rosa-Luxemburg-Stiftung – und allen voran Mario Candeias und Barbara Fried, damalige Direktorinnen des Instituts für Gesellschaftsanalyse (IfG) – für die Gewährung von Forschungsstipendien zu danken, mit denen wir zwischen 2021 und 2023 die Grundlage zu diesem Buch legen konnten. Ein wichtiger Diskussionszusammenhang während dieser Zeit war neben dem monatlichen IfG-Kolloquium der Jour fixe »Ökosozia- listische Strategien«. In diesem Rahmen haben wir uns zehnmal getroffen, um begrifflich, konzeptionell und ausgehend von konkreten Erfahrungen in Bereichen wie Energie, soziale Infrastrukturen, Landwirtschaft oder Mobilität die Eckpunkte eines emanzipatorischen sozial-ökologischen Projekts zu diskutieren. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Vortragenden für die vielfältigen Anregungen. Besonders bedanken wir uns bei Nina Treu, die den Jour fixe koordiniert hat.
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Buchempfehlung im Falter:
Ulrich Brand und Markus Wissen gehen der Frage nach, ob der Spätkapitalismus ausreichend unter Druck kommt, um sich zu verändern
RUDOLF WALTHER
Die Wörter „Klima“, „Krise“ und „Erderwärmung“ sind zu Gemeinplätzen geworden. Was sie bedeuten und wie Krise und Klima im geläufigen Kompositum „Klimakrise“ zusammenhängen, weiß fast niemand. In ihrem Buch klären die Politikwissenschaftler Ulrich Brand und Markus Wissen diese Zusammenhänge präzis, umfassend und kompetent auf. Brand lehrt und forscht an der Universität Wien, Wissen an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Bekannt geworden sind die beiden Autoren durch ihren Bestseller „Imperiale Lebensweise“(2017).
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Thematisch schließt das neue Buch an diesen an, vertieft und erweitert jedoch die Analyse. Das betrifft die Methoden der Krisenbearbeitung und der dafür vorgeschlagenen Mittel von der ökologischen Modernisierung über die „Dekarbonisierung“ bis zur wohlfeilen Parole vom „grünen Kapitalismus“.
Denn wenn es nicht gelingt, die Wachstumsund Profitlogik, auf denen die kapitalistische Produktion beruht, auszubremsen bzw. zu überwinden, sind alle Rezepte gegen die Klimakrise vergeblich. Der Titel des Buches ist wörtlich zu verstehen. Das Kapital ist genuin angelegt auf grenzenlose Expansion. Die Welt jedoch ist definitiv begrenzt.
Der Kapitalismus lebte immer auch davon, dass er die Kosten seiner Entfaltung zu externalisieren vermochte. Der Raum für diese Kostenverlagerung lag in Gegenden, die man früher Dritte Welt nannte und heute den „Globalen Süden“.
Die Autoren belegen akribisch mit guten Argumenten, dass solche Mittel und Methoden völlig unzureichend sind, um an die wirklichen Ursachen der Klimakrise heranzukommen, und folglich in purer Symptombekämpfung versanden oder versumpfen.
Diese Räume haben sich verengt und sind zwischen Konkurrenten im Norden umstritten, was zu öko-imperialen Spannungen führt. Die Kostenvorteile der Verlagerung, die wegen Asymmetrien beim Lohn, bei Bildungs-, Gesundheits-, Sozialund Umweltstandards entstehen, gingen schnell verloren.
Obendrein ist z.B. der Wettlauf um Vorkommen und Abbau seltener Erden und Metalle, die für die Produktion von Batterien für E-Autos benötigt werden, oder um Orte für die Erzeugung von Strom für die hochkomplexe Produktion von Wasserstoff als Ersatz für klimaschädliches Öl und Kohle als Energieträger teurer und risikoreicher geworden als zu den Zeiten klassischer imperialer Expansion.
Mit Nachdruck verweisen die Autoren auf den Zusammenhang von zerstörerischen Naturund gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen unter den kapitalistischen Bedingungen und den diesen eignenden Zwängen zu Wettbewerb, Wachstum und Expansion.
Da „Wachstum“ die heilige Kuh des Kapitalismus ist, steigt der Rohstoffbedarf ungeachtet der Energiesparversuche und der ökologischen Folgen der enormen Ressourcenvernichtung im globalen Ausmaß. Die Energiewende verschärfte allein im Sektor der globalen E-Auto-Produktion die Konkurrenz der Autokonzerne um Rohstoffe.
In den beiden letzten Kapiteln des Buches analysieren die Autoren die Strategien der Krisenbekämpfung in kapitalistischen Ländern, die sich bislang auf Projekte zur ökologischen Modernisierung beschränken. Die damit verbundene Gefahr des Abgleitens liberal-demokratischer Regime in autoritäre bleibt.
Das letzte Kapitel handelt von den leider nicht sehr rosigen Aussichten einer solidarischen Perspektive zur Überwindung der Klimakrise in den Demokratien des Nordens.
Ulrich Brand, Markus Wissen: Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven, Oekom Verlag, 305 S., € 24,-
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https://www.falter.at/seuchenkolumne/20240227/lokale-und-globale-formen-der-heuchelei
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Leitartikel von Michael Lohmeyer/Die Presse v. 12.02.2024
Die Natur folgt eigenen Regeln und schließt keine Kompromisse. Deshalb funktioniert echter Klimaschutz nur mit echter Nachhaltigkeit.
An diese Woche wird man sich noch längere Zeit erinnern. Es sind jene Tage, in den die Europäische Union einen Traum ausgeträumt hat. Der Green Deal wurde unsanft auf den Boden geholt. Obwohl: Anfangs hat es gar nicht danach ausgesehen, da wurde eine Kernbotschaft der europäischen Klimapolitik noch präzisiert. Auf dem Weg zu Netto-null-Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 solle zehn Jahre vorher ein Minus von 90 Prozent erreicht werden. Das klang ganz danach, als nehme Europa die historische Verantwortung ernst und zeigt vor, wie eine moderne Gesellschaft Klimaneutralität und Wohlstand vereint.
Aber selbst diese Ankündigung hat nicht verbergen können, dass die Sache einen Haken hat: Denn das Etappenziel 2040 soll zu einem knappen Zehntel realisiert wird, indem Kohlendioxid in leergepumpten Lagerstätten von Erdgas- und Erdölvorkommen gepresst wird. Das freilich ist derzeit nicht mehr als Zukunftsmusik: Denn bei der Tiefenspeicherung (CCS) von Kohlendioxid sind viele Fragen offen (nicht nur die der Finanzierung): Gibt es unerwünschte Nebenwirkungen? Wie viel CO2 bleibt auf der Strecke, entweicht also vorzeitig auf dem Weg in die Tiefe in die Atmosphäre? Wie lang dauert es, ehe ein wirkliches Netto-Null erreicht wird, bis also auch die Emissionen beim Bau einer CCS-Anlage kompensiert sind?
Es war kurz vor Weihnachten 2019, als Kommissionspräsidentin von der Leyen den Green Deal vorstellte. Wirtschaft und Umweltverträglichkeit sollten dabei auf einen Nenner gebracht werden. Angestrebt wurde echte Nachhaltigkeit – im Sinne dessen, was viele mit „enkeltauglich“ umschreiben. Ganz einfach: Späteren Generationen sollen keine Altlasten hinterlassen werden, ein Zahnrad soll ins andere greifen: Schutz des Klimas, der Biodiversität, Kreislaufwirtschaft oder Kampf gegen die Mikroplastikflut. Kurz schien es, als sei dies parteiübergreifender Konsens.
Verordnungen und Richtlinien wurden entworfen, aber schon die ersten Debatten über die Details – von der konkreten Abgrenzung der Betroffenen bis zu den Feinheiten juristischer Formulierungen – förderten zutage, dass über dem „Green“ die dunklen Wolken des „Deals“ schweben.
Seither sind wir Zeugen, wie der Green Deal nicht nur Federn lassen musste, sondern vielmehr schonungslos gerupft worden ist: Angriffe auf Brache für kleine Ackerrandzonen (um der Biodiversität willen), Attacken auf das Natur-Wiederherstellungs-Gesetz, die Regeln für Gentechnik bei Saatgut, die EU-Verordnung gegen Entwaldung, gegen das Lieferkettengesetz, die Richtlinie über Sorgfaltspflichten von Unternehmen oder das Aus für die Halbierung des Pestizideinsatzes – der hehre Anspruch von einst wurde ruppig auf den Boden der Realität geholt.
Getrieben vor allem von Konservativen und noch weiter rechts beheimateten Parlamentariern ging die Kommission vor Industrie und Agrarlobby in die Knie; wie tief, zeigt der Text, mit dem die EU den Fortgang des Green Deal für den mit 386 Milliarden Euro größten Brocken des EU-Budgets, die Agrarpolitik, skizziert: „Wirksame agrarpolitische Maßnahmen auf der Grundlage eines strategischen Dialogs.“ Das liest sich auch so: „Erst einmal abwarten, nichts überstürzen.“
Von „Enkeltauglichkeit“ ist genauso wenig die Rede wie von Nachhaltigkeit, beides an die Wand gedrückt vom Vorwurf angeblich überbordender Bürokratie und schwindender Standortqualität. Der Green Deal steht vor allem an der Kippe, weil die Landwirtschaft nicht bereit ist, ernsthaft mitzumachen.
Der Blick über die politische Arena hinaus zeigt aber: Nur echte Nachhaltigkeit sichert beständige Standortqualität. Denn die Natur folgt ihren eigenen Regeln, deren Nichteinhaltung einen Preis hat und durch Dürre oder Überschwemmungen in Rechnung gestellt wird.
Es ist an der Zeit, das wahre Match zu benennen: industrialisierte Landwirtschaft gegen eine nachhaltige. Solang echte Nachhaltigkeit nicht über ein Nischendasein hinauskommt, so lang bleibt echter Klimaschutz auf der Strecke. Es ist viel zu wenig, Ziele lediglich anzukündigen.
E-Mails an: michael.lohmeyer@diepresse.com
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